Wirtschaft : Von der Industrie und von Berlin lernen

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Verwaltungsreform zum Anfassen / Unternehmensberatung KPMG will Kostendenken in Amtsstuben fördern / Von Thomas WolfTsp

Unter dem Motto "Modernisierung der Ministerialverwaltung" findet heute und morgen ein Kongreß der Unternehmensberatungsgesellschaft KPMG in Berlin statt.Bereits 1996 hatte die KPMG einen solchen Kongreß eingerichtet, um auch Beamten direkt die Möglichkeit zu geben, sich über Fragen rund um die Verwaltungsreform auszutauschen.Welche Intention die Beratergesellschaft mit der Neuauflage der Veranstaltung verfolgt, erklärte der Niederlassungsleiter der KPMG Unternehmensberatung Berlin, Thomas Wolf, im Vorfeld dem Tagesspiegel.Der Kongreß soll Anregungen für notwendige Reformmaßnahmen geben, die in Zeiten von Sparprogrammen und knapper Ressourcen nötig sind.Unsere Beratungsgesellschaft möchte damit einen Beitrag zur Fortentwicklung der Verwaltungsreform leisten.Auch der Staat muß schlanker werden.Der praxisbezogene Erfahrungsaustausch steht also im Vordergrund.Verwaltungspraktiker diskutieren über alternative Modernisierungsansätze.Themen wie Kostentransparenz, Wirtschaftlichkeit des Verwaltungshandelns, modernes Personalmanagement in der Verwaltung und der Einsatz von Informationstechnologie stehen im Zentrum. Wir wollen, daß sich das Problembewußtsein in den Ministerien verstärkt.Es soll aber auch deutlich werden, daß Modernisierung der Verwaltung kein einmaliges Projekt ist.Vielmehr geht es darum, die Notwendigkeit eines dauerhaften Wandels zu verdeutlichen.Wir sind dabei der Meinung, daß die Verwaltung durchaus von der Industrie lernen kann.Wir warnen aber davor, einzelne Managementsysteme oder -konzepte der Industrie vereinzelt und unkritisch auf die Verwaltung übertragen zu wollen.Vielmehr muß stets der Einzelfall berücksichtigt werden. Daß der Kongreß mit über 140 Teilnehmern ein weiteres Mal in Berlin stattfindet, bedeutet sicherlich einen Impuls auch für die Verwaltungsreform in Berlin.Das Land Berlin ist beim Thema Verwaltungsmodernisierung schon weit fortgeschritten.Das betrifft sowohl die Ebene der Bezirke als auch die Senatsverwaltungen.Auf dem Kongreß wird Berlin durch Innensenator Schönbohm vertreten, der über den aktuellen Stand des Berliner Reformprojektes "Berlin - Unternehmen Verwaltung" berichten wird.Darüber hinaus stellen Berliner Verwaltungsmitarbeiter in Arbeitskreisen ihre praktischen Erfahrungen vor.Somit können die Vertreter des Bundes und der Bundesländer von den Berliner Erfahrungen lernen.Im Gegenzug bietet sich für Berliner Verwaltungsmitarbeiter die Chance, Einblicke in die Reformbestrebungen andere Ministerien zu erhalten, die ihnen bei ihren eigenen Reformprojekten weiterbringen werden. Die KPMG Unternehmensberatung GmbH zählt mit über 600 Mitarbeitern in neun Niederlassungen zu den größten deutschen Beratungsunternehmen.Unser Unternehmen ist eine Tochter der KPMG Deutsche Treuhandgesellschaft AG (KPMG DTG) mit Sitz in Frankfurt (Main) und Berlin.Anfang 1998 wird die KPMG nach Berlin - in die Taubenstraße im Bezirk Mitte - zurückverlegt.

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