Wirtschaft : Vorbörsliche Umsätze steigen - Berichte über Überzeichnung

Die Nachfrage nach den Aktien der Telekom-Tochter T-Online im vorbörslichen Handel hat sich zum Wochenauftakt offenbar belebt. Händler sprachen am Montag von gestiegenen Umsätzen und Kursen. Diese Entwicklung führten sie unter anderem auf Berichte über eine angeblich sechs- bis siebenfache Überzeichnung der Emission zurück.

Private Anleger haben noch bis Mittwoch Zeit, um die Aktien in einer Spanne zwischen 26 und 32 Euro zu zeichnen. Im Handel per Erscheinen kletterten die Kurse am Montag nach Angaben von Marktteilnehmern in Richtung 40 Euro. "Die größten Aufträge kommen von instititionellen Anlegern aus dem Ausland", sagte Norbert Empting vom Düsseldorfer Börsenmakler Schnigge. In der vergangenen Woche habe sein Haus einen Gesamtumsatz von rund 400 000 Stück verbucht, wobei der Freitag mit nur 40 000 Stück unverhältnismäßig schwach ausgefallen sei. Am Montag seien bis gegen Mittag rund 30 000 Stück umgesetzt. "Davon kam wohl auch einiges von Privatanlegern", fügte Empting hinzu.

Giuseppe-Guido Amato vom Börsenmakler Lang & Schwarz führte den vorbörsliche Kursanstieg auch auf die gestiegene Zuversicht für die Situation am Neuen Markt zurück, an dem T-Online am kommenden Montag debütieren soll. "Nach den jüngsten Einbrüchen setzt sich allmählich der Glauben an eine Bodenbildung durch", sagte er. Die angebliche Überzeichnung erstaune ihn nicht: "Viele Anleger sehen die Aktie als Blue-Chip, der unbedingt ins Depot gehört." Ohne die jüngsten Kurskorrekturen der Wachstumswerte wäre die Überzeichnung seiner Ansicht nach sogar deutlich höher ausgefallen. T-Online ist gemessen an der zu erwartenden Marktkapitalisierung mit Abstand die größte Emission, die das Wachstumssegment der Deutschen Börse bislang gesehen hat.

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