Wirtschaft : Wann sich ein Kraftwerk rechnet

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Experten blicken zur Beurteilung von Energieanlagen auf deren energetische Amortisationszeit . Gemeint ist damit die Zeit, die eine Anlage braucht, um die für Herstellung, Betrieb und Entsorgung dieser Anlage verbrauchte Energie selbst zu produzieren. Kohle oder Erdölkraftwerke schaffen es nie, den Energieeinsatz aufzuholen. Sie brauchen beständig neuen Energienachschub. Ganz anders ist es mit regenerativen Anlagen. Ein solarthermisches Kraftwerk, das Wasser erhitzt, hat in Nordafrika schon nach fünf Monaten mehr Strom produziert als seine Herstellung verschlang. Würde man bei einem Kohlekraftwerk allerdings nur den Energieaufwand zur Herstellung betrachten, wären solche Anlagen unschlagbar – sie hätten sich schon nach einer Betriebszeit von wenigen Monaten amortisiert.

Der Erntefaktor , ein anderes Beurteilungskriterium, beschreibt, wie oft Solarzellen oder Windkrafträder die zu ihrer Herstellung benötigte Energie während ihrer Lebensdauer wieder einspielen. Bei Solarzellen liegt der Faktor zwischen 5 und 20, bei Windkraftanlagen kann er bis zu 90 betragen. fo/pet

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