Wirtschaft : Warentester spüren die Krise Umsatz und Verkauf gehen zurück

Berlin - Energiesparlampen, Flachbildfernseher, Espressomaschinen und Digitalkameras – das waren die gefragtesten Themen der Stiftung Warentest im vergangenen Jahr. Auf große Resonanz stieß laut Vorstand Werner Brinkmann auch der Test zur Beratungsleistung in 20 Berliner Apotheken. Das Buch „Sicher anlegen in der Krise“ verkaufte sich ebenfalls gut. Dennoch ist die Wirtschaftskrise auch an der Stiftung Warentest nicht spurlos vorbeigegangen. So sank die Zahl der Abonnementen der Zeitschrift „Test“ von 446 000 im Dezember 2007 auf nur noch 437 000 Ende 2008. Damit habe sich der Rückgang der Abos jedoch verlangsamt, sagte Brinkmann. Auch im Handel wurden im Schnitt nur noch 90 000 Hefte verkauft, das sind pro Monat rund 3000 weniger als im Vorjahr.

Insgesamt sanken die Umsatzerlöse der Stiftung, die 287 Mitarbeiter beschäftigt, von rund 41 Millionen 2007 auf 39,8 Millionen 2008. Es blieb ein positives Ergebnis von 870 000 Euro. Da 2007 noch rund zwei Millionen Euro erzielt wurden, hat sich das Ergebnis somit mehr als halbiert. Brinkmann erwartet dennoch nicht, dass die Krise die Stiftung in Bedrängnis bringen wird. „Wir rechnen in diesem Jahr unverändert mit einem positiven oder mindestens ausgeglichenen Ergebnis“, sagte Brinkmann. Wie im Vorjahr erhielt die Stiftung eine Zuwendung von sechs Millionen Euro vom Verbraucherministerium. In Zukunft möchte sie sich unabhängig machen von diesen Zuwendungen. Dazu soll das Stiftungskapital erhöht werden, so dass die Stiftung künftig von den Zinsen leben kann. Eine Summe von 50 Millionen Euro sei im Bundeshaushaltsplan bereits vorgesehen, allerdings noch mit einem Sperrvermerk. Er sei zuversichtlich, dass dieser Vermerk im Laufe des Jahres aufgehoben wird, sagte Brinkmann. vis

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben