Wirtschaft : WAS KOMMT AUF DIE KUNDEN ZU?

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Chancen: Ein Bahnkonzern, der Schienennetz und Transportgeschäft unter einem Dach vereint, stimmt sich besser ab. Die Bahn warnt, dass es ansonsten häufiger zu Chaos kommen könnte. Großereignisse wie die Fußball-WM oder Papstbesuche könnten von der Bahn nicht mehr so gut begleitet werden. Außerdem argumentiert die Bahn, dass es in einem integrierten Konzern einen besseren Austausch von Know-how gibt. An der Sicherheit werde ebenfalls nicht gespart, verspricht die Bahn. Als größte Nutzerin sei sie besonders an einem guten Zustand des Netzes interessiert.

Risiken: Ein integrierter Bahnkonzern braucht eine starke Regulierung. Nur wenn die Vergabe von Trassen – das Recht, zu einer bestimmten Zeit einen Zug eine bestimmte Strecke fahren zu lassen – fair gegenüber Wettbewerbern erfolgt, wird es gute Angebote geben. Hat der Staat aber erst einen Teil des Netzes aus der Hand gegeben, dann könnte es schwieriger werden, die Verwaltung der Infrastruktur zu kontrollieren. Der Bund könnte im Konfliktfall wesentlich glaubwürdiger drohen, die Verwaltung des Netzes wieder zu übernehmen, wenn er 100-prozentiger Eigentümer bliebe. hop

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