Wirtschaft : WAZ-Gruppe hat Interesse an Springer

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Andere Verlage sind kreativ, wir sehen uns um, wo es etwas zu kaufen gibt." So beschreibt Lutz Glandt, Geschäftsführer der Essener WAZ-Gruppe im Gespräch mit dem Tagesspiegel die Geschäftsstrategie seines Unternehmens. Das gelte auch für einen möglichen Einstieg beim Axel Springer Verlag. Sollten durch Kirchs finanzielle Schwierigkeiten Springer-Anteile zum Verkauf stehen, "werden wir den Finger heben", sagte Glandt. Im Gegensatz zu anderen Verlagen gehe es der WAZ nicht um verlegerische Visionen, sondern um gute Renditen. Die Mehrheit an einem Unternehmen zu halten, gehöre nicht zu den obersten Prioritäten.

Insofern würde die WAZ zu Springer passen, selbst wenn Friede Springer ihre Mehrheit ausbauen würde. Am Donnerstag sagte die Verlegerwitwe, sie werde langfristig an ihrer Mehrheit festhalten und "eher noch ein paar Prozente dazukaufen" (wir berichteten). Springer-Vorstandschef Mathias Döpfner betonte bei seinem Amtsantritt, die Umsatzrendite zu erhöhen sei oberste Priorität. Glandt sagte am Freitag: "Wir wissen, wie man das macht."

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