Wirtschaft : Weltformat statt fairemWettbewerb?

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Die Fusion von Eon und Ruhrgas ist perfekt. Mit Sitz in Deutschland entsteht damit ein neuer Energiekonzern von internationalem Format. Strom und Gas aus einer Hand und in dieser Größenordnung bietet kein anderes Unternehmen. Das war schließlich das Ziel des Konzernschefs Ulrich Hartmann. Hinzu kommt: Eon hat das Geld, das Ruhrgas für seine Expansionspläne braucht. Der Bundesverband der Verbraucherzentralen spricht dagegen von einem „Rückschlag für einen fairen Wettbewerb und für die Verbraucher“. Die Einigung könne das Entstehen übermäßiger Marktmacht nicht verhindern. Die Zeche werde der Verbraucher zahlen, meinen die Verbraucherschützer. Die Bedenken des Bundeskartellamts, dass die Fusion vor einem Jahr abgelehnt hatte, dürften auch nach dem jüngsten Kompromiss mit den Fusionsgegnern bestehen bleiben. Ob EonRuhrgas seine Marktmacht aber tatsächlich nutzen kann, um die Energiepreise nach oben zu treiben, ist keineswegs abgemacht. Schließlich haben die Kläger den Fusionspartnern Sonderpreise und Zugeständnisse abgetrotzt - jetzt müssen sie beweisen, dass sie nicht nur in ihrem eigenen Interesse sehr hoch gepokert haben, sondern Eon und Ruhrgas ernsthaft Konkurrenz machen werden. fo

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