Wirtschaft : Weniger Rendite für gleiche Beiträge

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Nur fünf Prozent aller Ruhegelder stammen derzeit aus privaten Zusatzversicherungen. Das ist wenig, zu wenig angesichts der demographischen Probleme, vor denen Deutschland steht. Das meint auch die Bundesregierung. Noch in der vergangenen Legislaturperiode beschloss die rotgrüne Koalition daher eine Rentenreform: Das Niveau in der gesetzlichen Rente wird peu à peu abgesenkt, dafür unterstützt der Staat die Bürger beim Aufbau einer privaten Vorsorge (Riester-Rente, Betriebsrente) mit Zulagen und Steuererleichterungen.

Die Krise an den Kapitalmärkten hat die Versicherer jedoch schwer getroffen. Nach brancheninternen Schätzungen schieben die Lebensversicherer stille Lasten in Höhe von 20 Milliarden Euro vor sich her. Die Überschussbeteiligungen, die früher bei acht Prozent und mehr lagen, sind jetzt auf 4,5 bis fünf Prozent geschrumpft, der garantierte Mindestzins sinkt zum 1. Januar 2004 von 3,25 Prozent auf 2,75 Prozent. Das ist weniger als in der gesetzlichen Rentenversicherung: Deren Renditen liegen nach Informationen des Verbandes Deutscher Rentenversicherungsträger (VDR) für 1980 Geborene bei nominal 3,5 Prozent bis vier Prozent. Vorausgesetzt allerdings, die Rahmenbedingungen bleiben stabil. Doch darauf kann man sich wohl kaum verlassen. hej

ALTERSVORSORGE

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