Wirtschaft : Weniger Wachstum in der Biotechnologie

Berlin - Es geht aufwärts, aber langsamer als zuvor: Die deutsche Biotech-Industrie erwartet für dieses Jahr ein schwächeres Wachstum. „Die gute Geschäftslage des Vorjahres hat sich Anfang 2011 fortgesetzt. In diesem Jahr wird es voraussichtlich weiteres Wachstum geben, aber die Geschwindigkeit lässt nach“, teilte Stefan Marcinowski, Chef der Deutschen Industrievereinigung Biotechnologie (DIB), am Mittwoch anlässlich der Jahrespressekonferenz mit. 2010 war der Umsatz der mehr als 500 Unternehmen der Branche um neun Prozent auf 2,4 Milliarden Euro gestiegen. Die hohen Rohstoffpreise bereiteten der Industrie Probleme, berichtete der DIB. Zudem arbeite die Branche im Bereich Chemie an der Kapazitätsgrenze.

Dennoch rechnen mehr als 60 Prozent der Betriebe 2011 mit besseren Geschäften als im Vorjahr, ein Drittel erwarten gleichbleibend gute Geschäfte. Das ergab die Konjunkturumfrage des Verbands unter rund 200 Mitgliedsunternehmen. Etwa 40 Prozent der befragten Firmen wollen zudem ihre Forschungsaktivitäten 2011 weiter ausbauen, nur 16 Prozent planen eine Reduktion. Ein Drittel der Unternehmen will in mehr oder größere Projekte investieren.

Bei den Mitarbeitern gab es im ersten Halbjahr 2011 keine Zuwächse. Rund 50 Prozent der befragten Biotech-Unternehmen meldeten keine Veränderungen, 30 Prozent haben neue Stellen geschaffen, rund ein Fünftel hat jedoch Beschäftigung abgebaut. Sorge um einen Fachkräftemangel gibt es derzeit in der Branche nicht: Nur vereinzelt hätten die Firmen Probleme, geeignete Laboranten, Techniker oder Wissenschaftler zu rekrutieren, teilte der DIB mit. jmi

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