Wirtschaft : Wer was entsorgt

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DIE BERLINER STADTREINIGUNG

Die Berliner Haushalte überlassen der Berliner Stadtreinigung (BSR) jährlich eine Million Tonnen Abfälle. Für deren Entsorgung ist bis zum Jahr 2015 allein die BSR zuständig. Die Kehrseite dieses Monopols : Die BSR muss alles entsorgen, was anfällt und dafür Anlagen mit ausreichend großen Kapazitäten vorhalten. Und das ist seit dem 1. Juni 2005 keine leichte Aufgabe: Seit diesem Datum gilt eine Verordnung, wonach nicht einmal mehr der Inhalt einer einzigen Mülltonne unbehandelt auf Deponien landen darf. Doch nur etwa die Hälfte des Berliner Hausmülls kann die BSR in einer eigenen Anlage in Ruhleben verbrennen. Mit der Entsorgung der verbleibenden Mengen beauftragte die BSR andere private und öffentliche Firmen: darunter Alba und Meab.

DER HAUPTPARTNER ALBA

Der wichtigste Partner der Berliner Stadtreinigung ist Basketball-Sponsor Alba. Der Konzern gewann zwei Ausschreibungen der BSR und entsorgt nun jedes Jahr knapp ein Drittel des Berliner Hausmülls: 290 000 Tonnen. Dieser Abfall soll in zwei hochmodernen Anlagen verarbeitet werden. Die erste wurde im Juni 2005 eingeweiht. Die zweite soll in diesem Jahr in Betrieb gehen. Der Alba-Konzern dr ängt offensiv in den Entsorgungsmarkt. Von der BSR bekam Alba außerdem den Auftrag zur Entsorgung von 30 000 Tonnen Sperrmüll jährlich. In Berlin und im Umland sammelt Alba außerdem Müll ein. Deshalb sind die blauen Alba-LKWs immer öfter auf den Straßen in der Region zu sehen.

MEAB HILFT AUCH MIT

Ein zweiter wichtiger Partner der BSR ist die Märkische Entsorgungsanlagen-Betriebsgesellschaft (Meab). Dabei handelt es sich um eine gemeinsame Tochterfirma von Berlin und Brandenburg. Auch die Meab ist in die Entsorgung der Berliner Müllberge eingebunden. Rund 174 000 Tonnen werden jährlich bei der Meab angeliefert. Einen Teil dieser Abfälle verarbeitet die Firma in Zusammenarbeit mit dem privaten Entsorger Otto-Rüdiger-Schulze. An dessen Firma ist die Meab beteiligt. ball

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