Wirtschaft : Wie auf Watte

Einmal Snowboarder, immer Snowboarder: Tipps zum Einstieg

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Wer das einmal probiert hat, den lässt es nicht mehr los. „Im Tiefschnee fährt man wie auf Watte, das ist, als ob man fliegt.“ So beschreibt Snowboardlehrer Lutz Graß vom Kreuzberger Fachgeschäft „Boarderline“ sein Hobby. Mit der Leidenschaft ist er nicht allein. Rund eine Million Deutsche schnallen winters das Snowboard unter, mit dem man so schön tänzerisch dahin schwingen kann. Vielfach sind es Jugendliche, die in SnowboardZentren wie dem schweizerischen Laax oder dem Kaunertal in Österreich auf die Piste gehen. Aber auch ältere Wintersportler sind schon umgestiegen. Lust, es zu versuchen? Hier die Tipps der Profis.

Das sollte man wissen. Als der Snowboarding-Trend Mitte der 80-er Jahre aus den USA nach Deutschland kam, fuhr man „Freestyleboards“ oder „Raceboards“. Bei letzteren stieg man mit harten Skischuhen oder Tourenschuhen in die Bindung. Es gab auch asymmetrische Boards. Die „Freesytle“-Bretter waren recht weich und machten Fahrfehler wett. Die meisten Sportler waren Anfänger.

Snowboards sind heute zumeist „All Mountain Boards“. Sie kann man im Tiefschnee, im Halfpipe-Parcours und auf harter Piste fahren. Ein gutes Brett sollte einen Holzkern besitzen. Sehr stark taillierte, vorn und hinten wenig aufgebogene Raceboards sieht man nur noch selten. Als Faustregel gilt: Wenn Einsteiger das Snowboard vor sich senkrecht auf den Boden stellen, sollte es bis zum Kinn reichen. Fortgeschrittene fahren „nasenlang“. Wenn man sehr groß und schlank oder recht klein und kompakt ist: Verkäufer fragen.

Bei Bindungen hat sich das Soft- oder Schalenbindung genannte System durchgesetzt. Dank der Pumpschnallen kommt man schnell rein und raus. Clicker-Bindungen, bei denen Metallschienen unterm Schuh wie bei Radrennfahrern in eine Vorrichtung auf dem Brett einrasten, sind noch bequemer. Es sei denn, Schnee oder Eis in der Bindung blockieren den Mechanismus.

In Schuhen sollten die Zehen in Fahrhaltung nicht vorne anstoßen. Daher die Snowboardschuhe im Laden ruhig länger anbehalten. Oder fragen, ob man sie zum Testtragen mit nach Hause nehmen darf.

Sicherheitstipps: Noch wichtiger als Handgelenksschoner oder womöglich gepolsterte Hosen an Knie und Po ist das Falltraining. In einem Snowboardkurs sollte man vorher ausgiebig üben, wie man sich mit den Armen abstützt beziehungsweise mit rundem Rücken abrollt. kög

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