Wirtschaft : Wie es die anderen machen

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Andere Länder haben es vorgemacht und bereits in den 80er und 90er Jahren ihre Arbeitsmärkte reformiert – nach dem Prinzip „ Fördern und Fordern “. Das heißt: Arbeitslose werden aktiv bei der Suche nach einer neuen Beschäftigung unterstützt, erhalten maßgeschneiderte Jobangebote oder auch eine Weiterbildung. Wer aber einen zumutbaren Job ablehnt, dem wird die Unterstützung drastisch gekürzt.

In Dänemark habe man besonderes Gewicht auf die Wiedereingliederung von Jugendlichen gelegt und so die Jugendarbeitslosigkeit deutlich reduziert, sagt Viktor Steiner, Arbeitsmarktexperte des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW). Jedem Jugendlichen werde eine Beschäftigung angeboten, wer sie nicht annimmt, dem werde die Leistung gekürzt oder ganz gestrichen.

Die Niederländer haben verschiedenste Arbeitsangebote für Leistungsempfänger. Wer eine öffentlich geförderte gemeinnützige Beschäftigung im Bereich Gesundheit, Kinderbetreueung und Bildung ablehnt, dem wird die Unterstützung gekürzt. Seit die Sanktionen eingeführt wurden, habe sich die Übergangsrate aus dem Leistungsbezug in einen richtigen Job verdoppelt, sagt Steiner.

In Großbritannien stehen neben der intensiven Betreuung von Jugendlichen und Langzeitarbeitslosen auch Familien im Fokus der Arbeitsmarktförderung. Wer sich mit einem Niedriglohnjob etwas hinzuverdient, bekommt einen Zuschuss vom Staat. Tsp

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