Wirtschaft : Wie fit sind Sie wirklich? Pulsuhren warnen vor Überanstrengung

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Zu langsam, zu schnell oder genau richtig? Viele HobbyLäufer wissen nicht, welches Tempo für sie angemessen ist. Ein geeignetes Hilfsmittel, um die Belastung beim Joggen zu kontrollieren, ist ein Pulsmesser. Das Gerät besteht aus zwei Komponenten: Ein Brustgurt misst die Herzfrequenz, und auf einer speziellen Armbanduhr kann der Läufer den Wert ablesen. „Vielen Menschen fehlt das Körpergefühl, um eine Überlastung zu erkennen. Für sie eignet sich eine Pulsmesser besonders“, sagt Michael Lehmann vom Jogging-Spezialgeschäft Laufhaus in Berlin.

Pulsmesser eignen sich aber auch für ambitionierte Läufer, die ihren Trainingserfolg messen wollen. „Sie helfen, das Training optimal zu gestalten und das Leistungslimit zu verbessern“, sagt Lehmann. Denn die Herzfrequenz ist ein einfach messbarer Parameter, der ein Abbild über die Fitness-Verfassung gibt: Je niedriger der Puls beim Laufen ist, desto besser die Ausdauer. Daher sind die Herzfrequenzmesser auch für geübte Marathonläufer mit gutem Körpergefühl wichtig.

„Meist reicht schon ein einfaches Gerät, das bei zu schnellem Pulsschlag mit einem Piepen warnt“, sagt Lehmann. Preisgünstige Geräte kosten bis 80 Euro, haben dann aber nur die Grundfunktionen Pulsmessung, Stoppuhr und Uhr. In der Kategorie über 80 Euro bieten die Uhren deutlich mehr. Das Gerät Polar „S210“ zeigt zusätzliche Werte wie die Kalorienanzeige oder die Fettverbrennung. Mit den teureren Uhren lassen sich aber auch ganzen Trainingseinheiten absolvieren. Die „S210“ berücksichtigt dabei sogar das Alter des Läufers und speichert die unterschiedlichen Trainingsabläufe. So ist der Trainingsfortschritt über längere Zeiträume nachvollziehbar. Dieser Herzfrequenz-Messer kostet 180 Euro.

Der Hersteller Polar ist bei den Pulsmessern Marktführer. Fachleute empfehlen neben den Polar-Geräten auch die Messgeräte der Herstellers Timex. Vor allem, weil sie weitaus mehr könnten, als nur den Pulsschlag zählen. Die 329 Euro teure Timex „Ironman Speed & Distance“ misst zusätzlich die zurückgelegte Distanz und die Höhenmeter, zeigt die Laufgeschwindigkeit an und errechnet sowohl die durchschnittliche als auch die Höchstgeschwindigkeit. Nachteil: Der Läufer hat neben dem Bauchgurt noch einen zusätzlichen Gurt um den Oberarm. Dort ist ein GPS-Empfänger (Global Positioning Systems) angebracht. Über das Satellitensystem GPS empfängt das Gerät seine Positionswerte, mit dem es beispielsweise die gelaufenen Kilometer berechnet. Damit kann der Läufer seine Kräfte optimal einteilen. lan

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