Wirtschaft : Wirtschafts-Kurznachrichten

Opel verhandelt noch

Berlin - Der Verkauf von Opel verzögert sich weiter. Eigentlich hätte das Geschäft bereits am Donnerstag besiegelt werden sollen. Doch aus Sorge um ein späteres Veto der EU-Kommission legten der designierte Käufer Magna und der Opel-Alteigentümer General Motors die Unterzeichnung des Übernahmevertrags vorerst auf Eis. Auch die für die Vertragsunterzeichnung notwendige Einigung mit den Arbeitnehmern steht noch aus. „Zu einem substantiellen Einzelpunkt – der Kapitalbeteiligung der Mitarbeiter – wurde bislang noch keine Einigung erzielt“, sagte der Frankfurter IG-Metall- Chef und Opel-Aufsichtsrat Armin Schild dem Tagesspiegel am Freitag. Die Belegschaft soll an „New Opel“ zehn Prozent halten. Dafür verlangen die Arbeitnehmer mehr Mitspracherechte. Schild zufolge ist der Zeitplan aber klar: „Wir wollen, wir müssen, und ich denke, wir werden in den nächsten Tagen eine Einigung erzielen.“ mot

Koalition schont Solar-Freunde

Berlin - Trotz der von Union und FDP geplanten Kürzung der Solarstrom-Förderung bleiben auch kleine Photovoltaik-Anlagen auf dem eigenen Hausdach offenbar rentabel. Das berichtete das Fachmagazin „Photon“ am Freitag. Angesichts der stark gesunkenen Preise könnten Handwerker kleine Dach-Anlagen zu 2200 Euro bis 2900 Euro je Kilowatt anbieten. Selbst wenn 2010 die Vergütung für Solarstrom im Erneuerbare Energien Gesetz um 20 Prozent zusätzlich auf dann 30,5 Cent je Kilowattstunde gekürzt würde, ergebe sich eine jährliche Rendite für den Käufer von fünf bis neun Prozent, rechneten die Experten vor. AP

Die Unsichtbaren protestieren

Berlin - Rund 200 Gebäudereiniger aus Brandenburg und Berlin haben sich am Freitag in Berlin zu letzten Protestaktionen vor dem bundesweiten Streik versammelt, der am kommenden Dienstag starten soll. Zu dem „Aufstand der Unsichtbaren“ hatte die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt aufgerufen. Ziel der Gewerkschaft ist es, den Bundesinnungsverband des Gebäudereiniger- Handwerks wieder an den Verhandlungstisch zu zwingen. Die im Januar begonnenen Gespräche waren im August abgebrochen worden. Der aktuelle Tarifvertrag und die Mindestlöhne für die rund 860 000 Gebäudereiniger liefen zum 1. Oktober aus. ddp

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