Wirtschaftserwartungen : US-Konjunkturbarometer im Dezember überraschend gestiegen

Vor allem wegen der Hilfsmaßnahmen der amerikanischen Notenbank ist das US-Konjunkturbarometer im Dezember gestiegen. Der deutsche Aktienmarkt ging darauf am Montag mit deutlichen Gewinnen aus dem Handel.

Washington/Frankfurt/MainDer US-Index, der auf zehn wichtigen Wirtschaftsdaten beruht, kletterte um 0,3 Prozent und damit zum ersten Mal seit sechs Monaten, wie das Conference Board, ein Institut der Privatwirtschaft, am Montag mitteilte. Wichtigster Faktor sei die drastische Ausweitung der Geldmenge durch die Zentralbank gewesen. Ökonomen hatten mit einem Rückgang des Index um 0,3 Prozent gerechnet. Im Vormonat war das Barometer um 0,4 Prozent gefallen.

Trotz der positiven Entwicklung im Dezember seien nur vier der zehn Indikatoren gestiegen, hieß es weiter. Am stärksten habe die Entwicklung bei den Baugenehmigungen und bei der Wochenarbeitszeit auf den Index gedrückt. Die Ausweitung der Geldmenge erklärt sich aus der verstärkten Kreditvergabe und dem Ankauf von Wertpapieren durch die Federal Reserve, wie die Finanznachrichtenagentur Bloomberg berichtete. Das Konjunkturbarometer soll einen Hinweis auf die Entwicklung in den kommenden drei bis sechs Monaten geben.

Der deutsche Aktienmarkt reagierte am Montag positiv auf diese Nachricht und ging mit deutlichen Gewinnen aus dem Handel. Der Dax stieg um 3,54 Prozent auf 4326,87 Punkte und erlebte damit nach zwei Verlusttagen in Folge ein kleines Kursfeuerwerk. Für den mittelgroße Werte umfassenden M-Dax ging es um 3,43 Prozent auf 4927,47 Punkte aufwärts und der Tec-Dax legte um 2,20 Prozent auf 459,81 Punkte zu. Als Antrieb verwies Marktstratege Wolfgang Duwe von der Bremer Landesbank unter anderem auf die Meldung, dass in den USA der Sammelindex der Frühindikatoren im abgelaufenen Monat überraschend gestiegen sei. (imo/dpa)

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