Wirtschaft : Wirtschaftsnachrichten: Geldmengenwachstum im Euro-Gebiet schwächer

Das Geldmengenwachstum in der Euro-Zone ist im Mai überraschend deutlich zurückgegangen. Dies wird die Europäische Zentralbank (EZB) aber nach Einschätzung von Analysten nicht von weiteren Leitzinserhöhungen im Jahresverlauf abhalten. Wie die EZB am Donnerstag mitteilte, ist die Geldmenge M3 mit einer Jahresrate von 5,9 nach 6,5 Prozent im April gewachsen. Analysten, die im Durchschnitt einen Anstieg von 6,4 Prozent erwartet hatten, beurteilten den Rückgang als einen saisonbedingten Ausrutscher. Im gleitenden Dreimonatsschnitt März bis Mai, der weniger saisonalen Schwankungen unterliegt, blieb das Geldmengenwachstum gegenüber der Vorperiode unverändert bei 6,3 Prozent. Analysten rechnen angesichts des weiteren Inflationsdrucks mit einer Zinserhöhung im Herbst. Die Geldmengenentwicklung ist eine der beiden Säulen, an der die EZB ihre Zinspolitik ausrichtet.

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