Wirtschaft : WM 2006: Laut Studie zusätzliche Wirtschaftsleistung von bis zu zehn Milliarden Mark möglich

Die Fußballweltmeisterschaft 2006 in Deutschland könnte eine zusätzliche Wirtschaftsleistung bis zu zehn Milliarden Mark bringen. Dabei werde es neben der direkten Nachfrage durch den Ausbau der Stadien und den weltweiten Ansturm der Fußballfans auch zu erheblichen indirekten Effekten kommen, heißt es in einer am Mittwoch in Frankfurt präsentierten Studie des Statistischen Bundesamtes. Der Osnabrücker Professor Bernd Meyer unterstellt in der Studie ein Investitionsvolumen von 750 Millionen Mark für die Modernisierung der Arenen und der Infrastruktur. Für den Fußballtourismus werden 1,8 Milliarden Mark veranschlagt. "Die Fußballfans sorgen für steigende Nachfrage zum Beispiel im Hotel- und Gaststättengewerbe, im Einzelhandel und allen vorgelagerten Wirtschaftszweigen." Daraus könnte die Fußball-WM bis 2010 "direkt und indirekt ein zusätzliches Nachfragevolumen bis zu acht bis zehn Milliarden Mark bewirken."

Mit "Input-Output"-Berechnungen über die Verflechtungen in der Volkswirtschaft will das Statistische Bundesamt die Prognosemöglichkeiten verbessern. Fragen über künftige Entwicklungen ließen sich mit herkömmlichen Berechnungsverfahren nicht beantworten, teilte das Amt mit. Mit "Input-Output"-Untersuchungen werden Güterströme und Produktionsverflechtungen der einzelnen Bereiche der Volkswirtschaft mit dem Ausland untersucht. Von diesen Berechnungen versprechen sich die Statistiker beispielsweise genaueren Aufschluss über die Auswirkungen steigender Exporte oder höherer Konsumausgaben auf die Beschäftigung. Weitere Beispiele sind die Auswirkungen von Steuererhöhungen.

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