Wo Anleger am meisten verdient haben : Gold und Anleihen bringen am meisten

Was ist aus 10.000 Euro geworden, die man vor einem Jahr angelegt hat? Der Bankenverband hat nachgerechnet. Auf Platz eins steht das Gold, ganz unten das Sparbuch.

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Goldene Zeiten: Das Edelmetall steht auf Platz eins des Anlagerankings.
Goldene Zeiten: Das Edelmetall steht auf Platz eins des Anlagerankings.Foto: dpa/pa

Deutsche Sparer haben nicht viel zu lachen. Die Zinsen sind niedrig, eine Besserung ist nicht in Sicht. Dennoch haben Anleihekäufer im vergangenen Jahr nicht schlecht verdient.
Was ist aus 10 000 Euro geworden, die man zu Beginn des Jahres 2014 angelegt hat?, hat der Bankenverband untersucht. Fazit: Mit Anleihen hat man 4,7 Prozent gewinnen können und stünde heute bei 10 470 Euro – trotz des mickrigen Zinskupons von einem Prozent. Weil jüngere Papiere aber noch deutlich niedrigere Zinsen abwerfen, ist der Wert der Altanleihen kräftig gestiegen. Allerdings verpufft der Effekt, wenn man die Papiere bis zum Ende der Laufzeit hält.
Ähnlich lukrativ wie Anleihen haben Aktien abgeschnitten. Wer sein Geld Dax-Konzernen anvertraut hatte, ist heute um 400 Euro reicher, teilte der Verband am Donnerstag mit. Das liegt allerdings nicht allein an der Kursentwicklung. Verglichen mit den 9500 Punkten, die der Dax vor einem Jahr erreicht hatte, sind die 190 Punkte plus, die derzeit markiert werden, keine große Erfolgsstory. Stärker ins Gewicht fallen die Dividenden. 27,2 Milliarden Euro haben die Dax-Unternehmen im vergangenen Jahr ausgeschüttet. 37,3 Milliarden Euro waren es, wenn man alle börsennotierten deutschen Unternehmen betrachtet, hat die Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz ermittelt.

Grafik: Bankenverband


Dagegen ist mit vierjährigen Sparbriefen (plus 100 Euro), Termineinlagen wie Festgeld (plus 60 Euro) und dem Sparbuch (plus 15 Euro) kein Staat zu machen. Rechnet man Transaktionskosten und Steuern ein, die in der Verbandsrechnung komplett ausgeblendet sind, dürften diese Anlagen eher Verlustbringer gewesen sein.
Kosten verursacht auch das Gold. Das Edelmetall wirft keine Zinsen ab, stattdessen muss man erst einmal in die Tasche greifen – für den Kauf und die sichere Aufbewahrung. In Euro gerechnet landet Gold aber mit einem Plus von 900 Euro auf dem ersten Platz des Rankings. Hauptgrund ist hier jedoch die Euro-Schwäche. In Dollar gerechnet ist der Kurs nämlich gesunken.

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