Wirtschaft : Wohnungsbau hilft Berliner Betrieben

Berlin - Die Bauindustrie in Berlin und Brandenburg ist mit überwiegend positiven Zahlen ins neue Jahr gestartet. Auch für die kommenden Monate sind die regionalen Betriebe verhalten optimistisch. „Die Baukonjunktur hat das absolute Tief hinter sich gelassen und ist auf Stabilisierungskurs“, sagte Peter Teßmer, Präsident des Bauindustrieverbandes Berlin-Brandenburg am Donnerstag in Berlin. Teßmer zufolge sind die baugewerblichen Umsätze in der Region im ersten Quartal im Vergleich zum Vorjahr um fast 17 Prozent auf 657 Millionen Euro gestiegen, in Berlin allein lag der Anstieg bei rund 30 Prozent auf 469 Millionen Euro. Dazu beigetragen habe in Berlin vor allem der Wirtschaftsbau und überraschenderweise auch der Wohnungsbau (plus 60 Prozent), der bundesweit als Sorgenkind der Branche gilt.

Dass Berlin hierbei eine Sonderrolle spielt, liegt nach Verbandsangaben daran, dass die Hauptstadt als Immobilienstandort an Einfluss gewinnt. So würden zunehmend hochpreisige Wohnungen und Häuser – auch von ausländischen Investoren – errichtet oder gekauft und saniert. „Die Zahlen zeigen seit nunmehr 15 Monaten nach oben“, sagte Teßmer. Dagegen hat der Auftragseingang in Berlin im ersten Quartal um rund 30 Prozent auf gut 280 Millionen Euro nachgegeben, in Brandenburg wurde jedoch mehr geordert (plus 13 Prozent auf 422 Millionen). Die Beschäftigtenzahlen in der Region waren mit rund 28 000 im ersten Quartal leicht rückläufig (minus 2,4 Prozent).

Einer aktuellen Umfrage zufolge blicken die regionalen Betriebe vorsichtig optimistisch in die Zukunft: Etwas mehr als die Hälfte von ihnen erwartet demnach für 2007 eine gleichbleibende Baukonjunktur, 32 Prozent rechnen mit einer schlechteren und knapp 14 Prozent erwarten eine bessere als in den Vorjahren. ysh

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