Zahnersatz : Welche Begriffe Sie kennen sollten und wo Sie Hilfe bekommen

Um im Fall der Fälle Lücken im Gebiss zu schließen, gibt es verschiedene Möglichkeiten, die unterschiedlich teuer sind.

Carla Neuhaus

Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation fehlen einem deutschen Erwachsenen im Schnitt 2,7 Zähne. Im Alter wird das Problem schlimmer. Bei den 65- bis 74-Jährigen sind es durchschnittlich bereits 14,2 Zähne, die fehlen. Um die Lücken zu schließen, gibt es verschiedene Möglichkeiten. Grundsätzlich spricht man von Zahnersatz, wenn ein Zahn teilweise oder komplett ersetzt werden muss. Hat der Patient ein größeres Loch im Zahn, kann der Arzt ein Inlay einsetzen. Das ist eine vorgefertigte Füllung, zum Beispiel aus Keramik, Gold oder Titan. Der Zahnarzt rechnet ein Inlay privat ab – die Krankenkasse zahlt nur, was sie auch für eine Amalgamfüllung leisten würde. Mit einer Krone ersetzt der Arzt den kaputten oberen Teil des Zahns. Das heißt, die Wurzel bleibt erhalten. Muss ein Zahn dagegen vollständig entfernt werden, kann der Arzt die Lücke zum Beispiel mit einer Brücke füllen. Angebracht wird sie mit Kronen oder Inlays auf den Nachbarzähnen, die der Arzt

dafür abschleift. Die Alternative ist ein Implantat – also ein künstlicher Zahn samt einer Schraube, die die Wurzel ersetzt (siehe Abbildung). Ein Implantat ist allerdings teuer. Und um es einzusetzen, ist eine Operation nötig. Bevor der Zahnarzt eine Krone, eine Brücke oder ein Implantat einsetzt, erstellt er einen sogenannten Heil- und Kostenplan. Das ist ein Formular, auf dem der Arzt die Diagnose, die geplante Behandlung, die Gesamtkosten und den Eigenanteil des Patienten notiert. Patienten sollten sich den Inhalt genau erklären lassen. Bei Fragen oder Problemen können sie sich auch an die Beratungsstellen der Kassenärztlichen Vereinigungen wenden. Dort bekommen Patienten eine Zweitmeinung: Die Mitarbeiter können zum Beispiel einschätzen, ob die geplante Behandlung sinnvoll ist oder ob es Alternativen gibt. Und ob die veranschlagten Kosten noch im Rahmen sind.

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