Wissen : Berlin zieht die meisten Studenten an

Berlin liegt bei Studierenden unvermindert hoch im Kurs. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Auswertung des Statistischen Bundesamtes. Demnach verzeichnete die Hauptstadt zum Wintersemester 2009/2010 wie in den Jahren zuvor einen hohen Wanderungsgewinn bei Studierenden. Bei der Gegenrechnung von studienbedingter Zu- und Abwanderung gab es für Berlin ein Plus von 24 000 Studierenden. Ähnliche hohe Wanderungsgewinne verzeichneten nur Hamburg mit 20 400 und Nordrhein-Westfalen mit 13 800 Studenten. In Hamburg erhöhte sich der Saldo dabei sogar um 1 500 Studierende im Vergleich zum Vorjahr.

Dagegen verlieren vor allem Brandenburg und Niedersachsen wie in den Vorjahren im fünfstelligen Bereich. Die Studienberechtigten dieser Flächenländer nähmen ihr Studium lieber in den angrenzenden Stadtstaaten auf, so die Studie. Einen eindeutigen Zusammenhang zwischen Wanderungssaldo und Studiengebühren scheint es nicht zu geben. Drei Bundesländer, die 2009/10 Studiengebühren erhoben, wiesen Wanderungsgewinne auf: Hamburg, Nordrhein-Westfalen und Bayern. Die Gebührenländer Baden-Württemberg, Niedersachsen und Saarland verlieren dagegen Studierende. Verluste haben allerdings auch gebührenfreie Länder wie Thüringen oder Schleswig-Holstein. Das Bundesländer-Ranking habe sich seit Einführung der Gebühren nicht wesentlich verändert, heißt es bei den Statistikern. Offensichtlich können Gebühren also lediglich bestehende Trends verstärken oder abmildern.

Berlin kann sich noch über einen weiteren Spitzenplatz freuen: Die Stadt weist mit 12,6 Prozent den höchsten Anteil an Bildungsausländern an den Studierenden auf, dicht gefolgt von Bremen und dem Saarland mit 12,5 und 12 Prozent. Bei Schlusslicht Mecklenburg-Vorpommern betrug der Anteil nur 4,9 Prozent. jos

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