Bund fördert Geistes- und Sozialwissenschaften : Neue Forscher für Kleine Fächer

Die Kleinen Fächer sollen neue Impulse von Nachwuchsforschern bekommen: Jährlich zehn Postdocs erhalten Forschungsgelder für drei Jahre.

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Auf dem Boden eines Tongefäßes liegen antike Münzen.
Startkapital. Eine Million Euro pro Jahr will das BMBF an zehn Nachwuchsforscherinnen und -forscher aus den Kleinen Fächern...Foto: dpa

Von den alten Kulturen und Sprachen bis zu den Theaterwissenschaften reicht das Spektrum der „Kleinen Fächer“, die das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit einem neuen Programm fördern will. Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler, die eine sehr gute Promotion vorgelegt haben, können sich ab sofort mit Unterstützung durch eine deutsche Universität oder ein außeruniversitäres Institut um eine dreijährige Finanzierung für ein Forschungsprojekt bewerben. Jährlich bis zu zehn Postdocs könnten eine solche Förderung „für innovative Forschungsprojekte“ erhalten, teilte das Ministerium am Montag mit. Pro Vorhaben und Jahr stehen maximal 100 000 Euro zur Verfügung.

Fächerkanon von Archäologie bis Sexualwissenschaft

Das Programm „Kleine Fächer – Große Potenziale“ richtet sich an Geistes- und Sozialwissenschaftler. Zu den Fächern, aus denen die Antragsteller kommen können, gehören unter anderem auch Angewandte Kunstwissenschaften und Denkmalpflege, Archäologie, Philosophie, Religionswissenschaften und aus den „Sozial- und Kulturwissenschaften“ etwa die Gerontologie oder die Sexualwissenschaft. Alle antragsberechtigten Kleinen Fächer gehen aus einer Liste in der „Richtlinie zur Förderung von wissenschaftlichem Nachwuchs in den geistes- und sozialwissenschaftlichen Kleinen Fächern“ hervor. Die Promotion der Antragsteller darf maximal fünf Jahre zurückliegen. Sie sollen eine Institution für ihr Projekt gewinnen, die den Antrag stellt, sich mit nationalen und internationalen Partnern vernetzen und mit diesen Ressourcen – auch digitale, wie es heißt – gemeinsam nutzen. Laut BMBF sind etwa Forschungsprojekte gefragt, „die es ermöglichen, auf neue politisch und wirtschaftlich relevante Entwicklungen zu reagieren“.

Hier finden Sie einen Artikel über die Lage der Kleinen Fächer an deutschen Unis.

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