Digitale Pioniere (33): David Huffman : Gepresste Daten

David Huffman erfand einen Code, der verlustfreie Datenkompression ermöglichte. Er basiert auf der Häufigkeit der einzelnen Buchstaben.

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David Huffman
David HuffmanFoto: University of California, Santa Cruz

Aller Ehren wert

Der US-Mathematiker David Huffman (1925 bis 1999) erfand 1952 den „Huffman-Code“. Er ermöglicht eine verlustfreie Datenkompression.

Zur Person

Als Kind begann Huffman erst spät zu sprechen, er erschien zurückgeblieben und kam auf eine Sonderschule. Bald zeigte sich: Er war hochbegabt. Mit 18 Jahren erhielt er den Bachelor als Elektroingenieur, ging zur Navy, später ans MIT und wurde 1967 Chef des neu gegründeten Department für Computerwissenschaften an der Universität von Kalifornien in Santa Cruz. Der Umzug hatte auch Vorteile für sein Privatleben. Nun war Huffman näher an den Bergen – er liebte Wanderungen – und am Ozean, wo er bis ins hohe Alter schnorchelte und Bodysurfing betrieb.

Bekannt wurde er durch den Huffman-Code, mit dem codierte Nachrichten verlustfrei komprimiert und so schneller übertragen werden können. Er nutzt dabei, dass bestimmte Zeichen häufiger vorkommen als andere. Bei deutschen und englischen Sprachnachrichten etwa sind Vokale häufiger als Konsonanten und „t“ häufiger als „q“. Also werden häufige Vokale mit weniger Bits codiert als seltene Konsonanten. Das Verfahren, für das Huffman nie ein Patent angemeldet hat, wird heute vielfach genutzt, auch zur Übertragung von Bildern und Videos.

Gut zu wissen

Huffmans große Leidenschaft war Origami als Anwendung höherer Geometrie. Sein Wohnzimmer war voll mit kunstvoll gefalteten Papierobjekten. . Er unterrichtete Theorie und Praxis unter anderem am MIT und in Stanford.

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