Flüchtlinge und Studium : HU schlägt Quote für Geflüchtete vor

Die Humboldt-Universität schlägt vor, eine bestimmte Zahl von Studienplätze für geflüchtete Bewerber zu reservieren. Die Politik scheint uneins über die Idee.

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Die Humboldt-Universität.
Die Humboldt-Universität.Foto: Kitty Kleist-Heinrich

Die Humboldt-Universität will sich dafür einsetzen, geflüchteten Studienbewerbern eine bestimmte Anzahl an Studienplätzen zu reservieren. Denkbar sei eine „Unterquote“ bei den Plätzen, die gesetzlich ohnehin für Nicht-EU-Ausländer reserviert sind, sagte Michael Kämper-van den Boogaart, Vizepräsident für Lehre, am Dienstag im Akademischen Senat.

5 Prozent der Plätze sind derzeit für Nicht-EU-Ausländer reserviert

Derzeit werden fünf Prozent der Plätze für Nicht-EU-Ausländer freigehalten, die aber nur in wenigen Fällen ausgeschöpft werden. Kämper deutete aber an, dass sich SPD und CDU in Berlin derzeit über eine Quote für Geflüchtete uneins seien.

Für verfolgte Wissenschaftler hat die Alexander von Humboldt-Stiftung ein neues Stipendien-Programm gestartet. Mit der vom Auswärtigen Amt finanzierten Philipp-Schwartz-Initiative sollen Unis und Forschungseinrichtungen zunächst 20 Stipendiaten aufnehmen können, die in Deutschland Schutz vor Krieg und Verfolgung suchen. „In Konfliktgebieten wie Syrien geht es darum, wertvolles Forscherwissen zu erhalten, damit nach Ende des Konflikts der Wiederaufbau gelingen kann“, erklärte Außenminister Frank-Walter Steinmeier.

Benannt ist die Initiative nach dem jüdischen Pathologen Philipp Schwartz, der 1933 aus Deutschland fliehen musste und die „Notgemeinschaft deutscher Wissenschaftler im Ausland“ gründete.

- Mehr über Flüchtlinge in Berlin finden Sie auf unserer Themenseite.

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