Forschungsneubau der TU-Berlin bewilligt : Ein Zentrum für virtuelle Maschinen

Die TU Berlin kann bauen - ein interdisziplinäres Forschungszentrum für 36 Millionen Euro. Dort sollen virtuelle Produkte und Prozesse entwickelt werden.

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Studierende stehen vor dem Hauptgebäude der TU Berlin.
Innovative Erweiterung. Das neue Forschungszentrum entsteht auf dem Charlottenburger Campus, schräg hinter der Unibibliothek.Foto: Kai-Uwe Heinrich tsp

Der zentrale Campus der Technischen Universität Berlin wächst und wandelt sich – jetzt auch mit frischem Geld vom Bund. Derzeit sind Bauten am Ernst-Reuter-Platz und an der Straße des 17. Juni eingerüstet, die mit den freigewordenen Bafög-Mitteln saniert werden. Unter anderem entstehen Arbeitsräume für Start-ups. Zwischen Fasanenstraße und Hertzallee kann die TU nun auch einen Neubau realisieren, das Zentrum für Modellierung und Simulation (IMoS). Gut 36 Millionen Euro hat der Wissenschaftsrat soeben dafür freigegeben, Baubeginn ist 2017. Das Gremium bewertete das Projekt als „herausragend“ und empfiehlt die Förderung als Forschungsbau mit überregionaler Bedeutung. Das Geld kommt je zur Hälfte vom Bund und vom Land.

Mit virtuellen Produkten mögliche Risiken vorhersehen

Auf rund 5200 Quadratmetern entsteht schräg hinter der Unibibliothek an der Fasanenstraße ein interdisziplinäres Forschungszentrum. Dort sollen Mathematiker, Informatiker, Natur- und Ingenieurwissenschaftler unter anderem energieeffiziente Maschinen zur Energieumwandelung etwa in Turbinen entwickeln. Ein weiteres Gebiet sind moderne Infrastrukturnetzwerke wie Gas-, Strom-, Verkehrs- und Kommunikationsnetzwerke. Durch Modellierung, Simulation und Optimierung werden virtuelle Produkte oder Prozesse generiert, die Prognosen für deren Nachhaltigkeit und eventuelle Risiken für Umwelt und Gesellschaft ermöglichen.

Geplant ist auch ein Neubau für die Mathematik

Das neue Gebäude gebe „der Digitalisierungsstrategie weitere Impulse“, erklärte Wissenschaftssenatorin Sandra Scheeres. TU-Präsident Christian Thomsen kündigte an, dass auf dem Gelände zeitgleich ein großer Neubau für die Mathematik errichtet werde. Insgesamt würden 125 Millionen Euro investiert.

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