Französisches Institut in Berlin : Centre Marc Bloch wiedereröffnet

Das Bundesforschungsministerium erhöht den Zuschuss für das Berliner Centre Marc Bloch. Nach einer Mittelkürzung durch den französische Staat war das sozialwissenschaftliche Forschungsinstitut von Schließung bedroht. Auch die Humboldt-Uni hilft - mit neuen Räumen.

Das Centre Marc Bloch ist gerettet – und feierte jetzt in neuen Räumen. Das 1994 geschaffene deutsch-französische Forschungszentrum für Sozialwissenschaften wurde kürzlich im „Quartier Stadtmitte“ an der Friedrichstraße 191 feierlich wiedereröffnet. Seit Ende 2008 war die Existenz des Zentrums bedroht, nachdem das französische Außenministerium eine massive Kürzung der Förderung für kulturelle und wissenschaftliche Einrichtungen in Deutschland verhängt hatte.

Nach Protesten namhafter deutscher und französischer Sozialwissenschaftler, darunter der Politologin und damaligen Präsidentschaftskandidatin Gesine Schwan und des Historikers Alfred Grosser, erklärte sich die französische Regierung bereit, das Zentrum zu erhalten. Das von jeher an der Förderung des Zentrums beteiligte Bundesforschungsministerium übernahm zudem die Kosten für den Umzug aus teuer gemieteten Räumen am Schiffbauerdamm in die Friedrichstraße und erhöhte seinen Jahreszuschuss.

Durch einen Kooperationsvertrag mit der Humboldt-Universität, der demnächst unterzeichnet werden soll, wird das Centre Marc Bloch zu einem An-Institut der HU. Geplant sei eine enge Zusammenarbeit in Forschung und Lehre sowie in der Doktorandenausbildung, heißt es. Im „Quartier Stadtmitte“ ist auch das Institut für Geschichte der Humboldt-Universität untergebracht. -ry

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