Wissen : Gemischte Noten für Managerschule

Die selbst ernannte Elitehochschule im ehemaligen Staatsratsgebäude der DDR in Berlin, die European School of Management and Technology (ESMT), hat vom Wissenschaftsrat ein gemischtes Zeugnis bekommen. Allerdings hat der Wissenschaftsrat die ESMT für fünf Jahre akkreditiert.

Mit jahrelanger Verzögerung, nämlich im Januar 2006, begannen die ersten Studenten dort ihre Ausbildung in Business Administration und mussten dafür im Jahr exorbitant hohe Gebühren für das Vollzeitstudium in Höhe von 50 000 Euro zahlen. Der Wissenschaftsrat spricht zwar von einigen erfolgversprechenden Schritten nach der Gründung, aber diese private Hochschule stecke bei der Umsetzung ihres ehrgeizigen Ziels, „in zehn Jahren zu den zu den Top Ten zu gehören“, „erst in den Anfängen“. Positiv hebt der Wissenschaftsrat die internationale Ausrichtung der durchgängig in Englisch präsentierten Studienangebote hervor. Er empfiehlt jedoch im Interesse der Profilbildung, die internationalen Kooperationen insbesondere nach Mittel- und Osteuropa zu verstärken.

Positiv hebt das Gremium hervor: Seit 2006 seien auch Grundlagen zum Aufbau eines Forschungsprofils geschaffen worden und es seien renommierte Wissenschaftler und aussichtsreiche Nachwuchswissenschaftler berufen worden. Die 16 Professoren an der ESMT kämen aus elf Ländern.

25 private Unternehmen und Wirtschaftsverbände hatten die ESMT im Jahr 2002 mit dem Ziel gegründet, eine europäische Alternative zu den amerikanischen Business Schools aufzubauen. Von Anfang an hatten die Träger dieser privaten Einrichtung sich selbst mit dem Prädikat Elite versehen. Die Ausbildung zielt auf Führungskräfte, die nach einem ersten Studienabschluss und einer mindestens drei Jahre dauernden Berufstätigkeit ihre Karrierechancen mit einer weiterführenden Qualifikation verbessern wollen. Für die Vollzeitstudenten beträgt die Studiendauer ein Jahr, für Teilzeitstudenten dauert das Studium 21 Monate und kostet dann 57 500 Euro an Studiengebühren. U.S.

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