Wissen : Günter Tembrock

Der am 7. Juni 1918 in Berlin geborene Forscher gilt als Mitbegründer der modernen Verhaltensbiologie. Nach dem Studium von Zoologie, Anthropologie und Paläontologie und der Promotion gründete er 1948 an der Berliner Humboldt-Universität (HU) die erste verhaltensbiologische Forschungseinrichtung in Deutschland. Nach der Habilitation 1955 wurde er 1961 Professor und 1968 Direktor des Bereichs Verhaltensphysiologie und Zoologie. 1983 emeritiert, forscht Tembrock bis heute am Institut für Biologie.

Sein 1951 gegründetes Tierstimmenarchiv zählt mit mehr als 110000 Aufzeichnungen zu den drei größten der Welt. 2007 erhielt Tembrock die Humboldt-Medaille der HU. Zum 90. Geburtstag wird ihm zu Ehren der Sonderband „Ohne Bekenntnis keine Erkenntnis“ (Hrsg. Andreas Wessel, Kleine Verlag, Bielefeld) erscheinen. Zudem erhält er die Treviranus-Medaille des Verbands der Biowissenschaften.

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