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Hochschulpolitik : DGB fordert Bundesgesetz für die Unis

07.12.2012 16:32 Uhrvon
Angekommen. Der DGB will die soziale Öffnung der Hochschulen und fordert eine deutliche Bafög-Erhöhung.Bild vergrößern
Angekommen. Der DGB will die soziale Öffnung der Hochschulen und fordert eine deutliche Bafög-Erhöhung. - Foto: dapd

Der Deutsche Gewerkschaftsbund fordert ein neues Bundesgesetz für den Hochschulzugang. Unter anderem solle geregelt werden, dass bei Bewerbern um Studienplätze nicht nur die Abiturnoten, sondern auch soziale Kriterien zählen.

Die Gewerkschaften wollen sich für mehr Bildungsgerechtigkeit an den Hochschulen einsetzen. In einem hochschulpolitischen Programm, das der DGB-Bundesvorstand kürzlich beschlossen hat, wird das Bild einer „demokratischen und sozialen Hochschule“ entworfen. Um Universitäten und Fachhochschulen sozial zu öffnen, müssten der Zugang für Menschen ohne Abitur weiter erleichtert und das Bafög massiv ausgebaut werden, heißt es in dem Papier, das dem Tagesspiegel vorliegt. Es soll am kommenden Dienstag in Berlin öffentlich vorgestellt werden.

„Auch Hochschulbildung ist und bleibt über weite Strecken ein vererbtes Privileg der höheren Schichten“, kritisiert die stellvertretende DGB-Vorsitzende Ingrid Sehrbrock.

Dies wollten die Gewerkschaften nicht länger hinnehmen. Eine Berufsausbildung solle grundsätzlich den Zugang zur Hochschule öffnen. Es müssten mehr berufsbegleitende Studiengänge angeboten und berufliche Leistungen sowie Kompetenzen besser angerechnet werden.

Bund und Länder fordert der DGB auf, mit dem Hochschulpakt ausreichend zusätzliche Studienanfängerplätze zu schaffen. Zudem fordert der DGB ein neues „Hochschulgesetz auf Bundesebene“, von dem die Länder nicht abweichen dürften. Darin solle etwa der Hochschulzugang geregelt werden. Studienplätze dürften nicht nur nach dem Notendurchschnitt vergeben werden, sondern auch nach sozialen Kriterien. Festschreiben solle der Bund auch den Zugang zum Masterstudium für alle und die zentrale Vergabe der Studienplätze. Beim Bafög müsse es einen regelmäßigen Inflationsausgleich geben, Altersgrenzen sollten gestrichen werden.

Für Wissenschaftler mit Daueraufgaben fordert der DGB unbefristete Stellen. Auch unterhalb der Professur müsse eine dauerhafte wissenschaftliche Laufbahn möglich sein. Die Hochschulen sollten sich auf einen „Index, Gute Arbeit’“ verständigen, der attraktivere Arbeitsbedingungen festschreibt. In den Hochschulgremien wünscht sich der DGB „paritätische Entscheidungsrechte“. Hochschulräte sollten in „plural zusammengesetzte Kuratorien“ umgewandelt werden.

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