Wissen : Humboldt hilft

AvH-Stipendiaten sind in ihrer Heimat erfolgreich.

Ein Forschungsaufenthalt in Deutschland bringt für Nachwuchswissenschaftler aus aller Welt einen Karriereschub. Das geht aus einer am Dienstag veröffentlichten Evaluation des Stipendienprogramms der Alexander von Humboldt-Stiftung durch die internationale Beratungsgesellschaft Technopolis Group hervor. Über 80 Prozent der Geförderten hätten 20 oder mehr Jahre nach ihrem Deutschlandaufenthalt eine Vollprofessur, unter den Stipendiaten der vergangenen zehn Jahre sind es 30 Prozent. In über 70 Prozent der Fälle setzen die Gastgeber an deutschen Unis oder Forschungsinstituten und die Stipendiaten die Kooperation fort.

Angemahnt wird eine Steigerung des Frauenanteils unter den Stipendiaten. Er lag in den 70er Jahren des 20. Jahrhunderts bei acht Prozent, in den Jahren 2000 bis 2009 bei 24 Prozent. Der Anteil weiblicher Alumni auf der obersten Leitungsebene stagniert bei elf Prozent, während er unter Männern älterer Jahrgänge auf 20 Prozent steigt. Die Stiftung solle Nachwuchsforscherinnen gezielt zur Bewerbung auffordern, heißt es in den Empfehlungen. Für die Evaluation untersucht wurden die rund 17 000 seit 1970 vergebenen Forschungsstipendien. Die Stiftung wird vom Bundesforschungsministerium und vom Auswärtigen Amt finanziert. -ry

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