Wissen : Humboldt-Uni will weniger Fakultäten

Jan-Hendrik Olbertz will die Zahl der Fakultäten an der Humboldt-Universität reduzieren. Das sagte der HU-Präsident am Mittwoch im Konzil der HU, wo er die Skizze des Antrags für die nächste Runde im Exzellenzwettbewerb vorstellte. Für die Fusion der Fakultäten gebe es keine feste Zielzahl, sagte Olbertz. In der Antragsskizze schlägt er jedoch vor, von elf auf sechs Fakultäten zu kommen. Das schon existierende Lehrerbildungszentrum soll als „Professional School“ Eigenständigkeit gewinnen. Am 2. März sollen die DFG und der Wissenschaftsrat entscheiden, welche Hochschulen ihre Skizzen zu Vollanträgen ausarbeiten dürfen.

Olbertz will die Dekane stärken. Bisher hätten sie „zu wenig Handlungsspielraum“, sagte er. Die Budgetverantwortung liegt bei den Instituten. Größere Spielräume soll auch das Präsidium bekommen – ein Ziel, das schon die frühere Uni-Leitung verfolgt hat und für das die HU-Verfassung geändert werden müsste.

Um die Forschung zu profilieren hält die HU an ihrem schon im vorherigen Exzellenzantrag formulierten Ziel fest, zwei weitere interdisziplinäre Zentren – „Integrative Research Institutes“ (IRI) – zu schaffen. Die HU hat bereits zwei IRI gegründet: das „Centre for Integrative Life Sciences“ auf dem Campus Nord und das „Integrative Research Institute for the Sciences“ in Adlershof. Die Verwaltungsabteilungen will Olbertz zu serviceorientierten Einrichtungen umbauen. In der Lehre will die HU stärker zwischen Masterstudiengängen „für die vertiefte wissenschaftliche Berufsausbildung sowie für eine ausgeprägte Forschungsorientierung“ unterscheiden. Damit will die Uni-Leitung der von ihr kritisch gesehenen hohen Übergangsquote vom Bachelor zum Master begegnen, die in zu geringem Umfang die Auswahl der am besten geeigneten Masterstudierenden erlaube.

Aus Teilnehmerkreisen hieß es im Anschluss an die nicht öffentliche Diskussion im Konzil, es habe keine großen Kontroversen gegeben. akü

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