Wissen : Masterplan für die Spitzenforschung in Berlin

Berlin soll „zu einem der besten Wissenschaftsstandorte international ausgebaut werden“.

Dafür erhielten die wissenschaftlichen Einrichtungen der Stadt „finanziell und strukturell entscheidend verbesserte Rahmenbedingungen für die Spitzenforschung“, heißt es in einer Erklärung der Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung. Am heutigen Montag wollten der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit, Wissenschaftssenator Jürgen Zöllner und Akademiepräsident Günter Stock den Masterplan „Wissen schafft Berlins Zukunft“ vorstellen. Gestartet werden solle auch eine „Ausbildungsoffensive“, mit der Berlin „Talente aus aller Welt“ anziehen wolle.

Einen „Haushaltsschwerpunkt Wissenschaft“ hatte Wowereit wie berichtet bereits in der vergangenen Woche angekündigt. Nach dem Verkauf der Landesbank sei es möglich geworden, mit einem Teil der erzielten Summe von 723 Millionen Euro finanzielle Schwerpunkte in der Wissenschaftspolitik zu setzen. Mit 18 Millionen Euro werde der Senat die in der Exzellenzinitiative für die deutschen Unis erfolgreichen Forschungsvorhaben und Promotionsprogramme gegenfinanzieren. Für eine zusätzliche Exzellenzförderung stellte Wowereit weitere 35 Millionen Euro in Aussicht, im Jahre 2010 könnten es 40 Millionen Euro sein. Denkbar ist, dass Berlin unter seinen universitären und außeruniversitären Wissenschaftseinrichtungen eine landeseigene Exzellenzinitiative auslobt. Solche Förderprogramme für die Spitzenforschung haben schon andere Länder gestartet, darunter Bayern, Sachsen-Anhalt und zuletzt Sachsen.

Zöllner will für die exzellenten Bereiche der Berliner Wissenschaft „eine gemeinsame, international identifizierbare, handlungsfähige Struktur“ schaffen. Das hatte der Senator in den vergangenen Monaten immer wieder erklärt. Wie dieses gemeinsame Dach aussehen soll, wird von der Berliner Wissenschaft gespannt erwartet.

An den Hochschulen sollen darüber hinaus künftig 20 500 Plätze für Studienanfänger finanziert werden, 1000 mehr als im Hochschulpakt von Bund und Ländern verabredet, erklärte Wowereit. Dafür stünden zehn Millionen Euro bereit. -ry

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