Max-Planck-Gesellschaft : Kinder im Labor und die Zukunft des Alterns

Das Berliner Wissenschaftsjahr und die große Jubiläumsausstellung "Weltwissen" im Martin-Gropius-Bau gehen Anfang Januar zu Ende. Doch auch 2011 feiert die Forschung: Den Anfang macht die Max-Planck-Gesellschaft.

von
Exzentriker mit Nobelpreis. Otto Heinrich Warburg im Labor (50er Jahre).
Exzentriker mit Nobelpreis. Otto Heinrich Warburg im Labor (50er Jahre).Foto: MPG

Die Max-Planck-Gesellschaft (MPG) startet in ihr Jubiläumsjahr, in dem sie der Gründung ihrer Vorgängerin, der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft, vor 100 Jahren gedenkt und Strategien für die Forschung der Zukunft präsentieren will. Ort der Veranstaltungsreihe ist zum Auftakt die „Weltwissen“-Schau im Gropiusbau.

Im Schülerlabor der Ausstellung lädt die MPG vom Montag, 2. Januar, bis Sonntag, 9. Januar, Kinder von 5 bis 9 Jahren zu einer „Werkstatt des Wissens“ ein. Jeweils von 14 bis 16 Uhr gehen die kleinen Forscher gemeinsam mit Wissenschaftlern auf die Suche nach Erklärungen für Phänomene wie „alt und neu“, „schwer und leicht“ oder „Leben und Tod“ (nur nach Voranmeldung unter Tel.: 030 247 49 888). Ebenfalls an Kinder dieser Altersgruppe richtet sich am 6. Januar ein Vortrag von Joost van Dongen vom Max-Planck-Institut für molekulare Pflanzenphysiologie über Pflanzen als Alleskönner (10 bis 10.45 Uhr; Kinosaal). Abiturienten und Studierende erfahren am 6. Januar von Yana Fandakova vom MPI für Bildungsforschung alles über die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses in den Max-Planck-Instituten (um 17 Uhr in der Ausstellung).

Um die große und häufig widersprüchliche Geschichte der Institute geht es unter anderem am 5. Januar um 19 Uhr in einem Vortrag von Thomas Steinhauser, Historiker am Fritz-Haber-Institut. Der Namensgeber trieb die Entwicklung des Giftgases voran, das deutsche Militärs im Ersten Weltkrieg einsetzten, und musste als Jude Deutschland 1933 verlassen. An den Nobelpreisträger Otto Heinrich Warburg, seine Forschungen zu Krebszellen und zur Fotosynthese, aber auch an seine exzentrische Persönlichkeit erinnert am 8. Januar um 17 Uhr ein Dokumentarfilm mit Zeitzeugengespräch (beide Veranstaltungen in der Ausstellung).

Eine „kreative Podiumsdiskussion“ beschließt das Programm im Gropiusbau am Sonntag, 9. Januar: Jutta Gampe vom MPI für demografische Forschung diskutiert mit Wolf Singer vom MPI für Hirnforschung im Kinosaal über die Zukunft des Alterns. Am Sonntag öffnen dann Berliner Institute von 11 bis 15 Uhr ihre Türen, darunter das MPI für Wissenschaftsgeschichte in der Boltzmannstraße 22 (Dahlem) und das MPI für Infektionsbiologie am Charitéplatz 1 (Mitte; alle Führungen nur nach Voranmeldung unter Tel..: 030 4990 5646).

Ausstellung „Weltwissen“: bis 9. Januar im Martin-Gropius-Bau, Niederkirchnerstr. 7 (Kreuzberg), Mo. und Mi. bis So. 10 bis 20 Uhr, Eintritt 6 Euro, 4 Euro erm., Kinder und Jugendliche bis 16 Jahre frei. Die Max-Planck-Gesellschaft stellt für Tagesspiegelleser fünf Mal zwei Freikarten zur Verfügung. Schicken Sie uns heute bis 16 Uhr eine E-Mail an verlosung@tagesspiegel.de – unter allen Einsendern verlosen wir die Karten.

Infos zum MPG-Jubiläum unter: www.mpg.de

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben