Wissen : RADIOAKTIVER ABFALL

In Deutschland wird Müll getrennt, auch radioaktiver. Je nachdem, wie stark der Abfall strahlt, werden hoch-, mittel- und schwachradioaktive Abfälle unterschieden.

Zu der ersten Kategorie zählen gebrauchte Brennelemente sowie Bestandteile aus der Wiederaufbereitung von Brennstäben. Dieser Müll strahlt nicht nur sehr stark, sondern entwickelt auch viel Hitze. Er muss deshalb bis zu 40 Jahre lang in Zwischenlagern an der Erdoberfläche abkühlen, bevor er nach untertage kann. Hierzulande gibt es mittlerweile knapp 2000 Kubikmeter von dieser Sorte Atommüll. Das erste Endlager für Abfälle dieser Art wird zurzeit in Finnland errichtet. Alle anderen Staaten suchen noch nach geeigneten Standorten.

Schwach- bis mittelradioaktiver Abfall sind beispielsweise Rohrleitungen, Mauerreste vom Rückbau alter Kernkraftwerke oder Strahlenschutzanzüge. Diese Abfälle entwickeln nur wenig Wärme, allerdings sind die Mengen ungleich größer: In Deutschland sind es 115 000 Kubikmeter Müll, die entsorgt werden müssen. Von 2014 an sollen sie in Schacht Konrad in Niedersachsen gebracht werden. Das ehemalige Eisenerz-Bergwerk wird zurzeit entsprechend umgebaut. nes

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