Ranking : Internationale Top-Forscher lieben Berlin

Für ihren Gastaufenthalt wählen internationale Top-Wissenschaftler am liebsten Berlin. Laut einem neuen Ranking sind die Freie Universität und die Humboldt-Universität die attraktivsten deutschen Unis - vor München.

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Mit Schwung. Die Geisteswissenschaften der FU sind international Spitze.
Mit Schwung. Die Geisteswissenschaften der FU sind international Spitze.Foto: Thilo Rückeis

Die Freie Universität ist die attraktivste Universität Deutschlands für internationale Spitzenforscher, gefolgt von der Humboldt-Universität. Die beiden Berliner Unis führen das neue Ranking der Alexander-von-Humboldt-Stiftung an, der größten Fördereinrichtung für internationale Spitzenwissenschaftler an deutschen Hochschulen. Auf Platz drei kommt die LMU München, gefolgt von der Uni Bonn und der TU München. Mit der Technischen Universität Berlin auf Platz acht kommt auch die dritte große Hauptstadt-Uni in die Top Ten.

Bewertet wurde in dem Ranking, wie viele der von der Humboldt-Stiftung geförderten Spitzenforscher zwischen 2007 und 2011 sich für ihren Gastaufenthalt eine bestimmte Hochschule aussuchten. Die Zahl der Aufenthalte wurde dabei in ein Verhältnis zu den Professoren einer Hochschule gesetzt, um kleinere Unis nicht zu benachteiligen. Die Top Ten würden allerdings kaum anders aussehen, wenn man die absolute Zahl der geförderten Forscher als Maßstab nimmt. Auch hier führt die FU (mit 286 Wissenschaftlern) vor der LMU (276) und der HU (263). Dahinter klafft eine große Lücke: Keine andere Uni schafft es auf über 200 Geförderte. Die TU Berlin käme auf Platz neun (124 Geförderte). Im Jahr 2009, als das Ranking das letzte Mal erschien, verzichtete die Humboldt-Stiftung auf eine gewichtete Gesamtrangliste. Nach absoluten Zahlen bildeten auch damals FU, HU und LMU die Spitzengruppe.

FU und HU haben ihre Stärke vor allem den Geisteswissenschaften zu verdanken, die an beiden Unis gut zwei Drittel der geförderten Forscherinnen und Forscher stellen. Von den Eliteunis sind die meisten ziemlich weit vorne zu finden. Ausnahmen sind Konstanz und das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) auf den Plätzen 19 und 20. Von den neuen Kandidatinnen auf den Elitestatus schneiden mit Tübingen (Platz 30), Bremen (Platz 31), Dresden (Platz 32) und Mainz (Platz 34) gleich mehrere eher schwach ab. Der Elitewettbewerb wird im Juni entschieden, die Internationalität der Unis ist ein wichtiges Kriterium.

Die beste Uni Brandenburgs ist Potsdam auf Rang 13. Die Viadrina-Universität in Frankfurt/Oder kommt auf Platz 51, die BTU Cottbus auf den 79. und damit letzten Platz der gelisteten Unis. Erstmals stellte die Stiftung auch eine gewichtete Gesamtrangliste für die außeruniversitären Institute auf. Hier führt das Berliner Fritz-Haber-Institut vor dem Max-Planck-Institut für ausländisches öffentliches Recht und Völkerrecht in Heidelberg. Dritter ist das Max-Planck-Institut für Kolloid- und Grenzflächenforschung in Potsdam.

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