Raumstation ISS : Mini-Meteorit schlägt Loch in ISS

Ein Mini-Meteorit hat nach russischen Behördenangaben ein kleines Loch in ein Modul der Internationalen Raumstation geschlagen. Das Astronautenteam sei aber nicht in Gefahr gewesen.

ISS
Russische Kosmonauten beim "Weltraumspaziergang" -Foto: AFP

Moskau Ein Mini-Meteorit hat nach russischen Angaben ein kleines Loch in ein Modul der Internationalen Raumstation (ISS) geschlagen. Die beiden russischen Kosmonauten und ihre US-Kollegin an Bord seien dadurch nicht in Gefahr, erklärte ein leitender Mitarbeiter der russischen Raumfahrtbehörde am Mittwoch. Fjodor Jurtschichin und Oleg Kotow hätten das Loch bei einem mehrstündigen Weltraumspaziergang entdeckt. Es sei etwa so groß wie eine Revolverkugel und befinde sich in einem Versorgungsgerät, das auf dem russischen Modul "Sarja" angebracht ist. Es war das erste Mal, dass an einem Modul der ISS ein Meteoriteneinschlag entdeckt wurde.
   
   Kotow und Jurtschichin seien zu ihrem zweiten Weltraumspaziergang binnen einer Woche aufgebrochen, teilte der russische Beamte mit. Ihre Kollegin Sunnita Williams habe den Einsatz im Inneren der Raumstation überwacht. Die beiden Kosmonauten hätten unter anderem 17 Aluminiumschilde zu Ende angebracht, die die ISS vor kleineren Schrottteilen schützen sollen, die auf dem Radar nicht zu sehen sind. Außerdem hätten die Kosmonauten zu Experimenten mehrere Mikroorganismen - wie Mückenlarven und Pilzsporen - an der Außenseite der Raumstation platziert.
   
   Es war das erste Mal, dass an einem Modul ein Loch entdeckt wurde; die großen Sonnensegel der Raumstation waren schon mehrfach von Meteoriten getroffen worden. Meteoriten und Weltraumschrott sind eine große Gefahr für die ISS. Den Raumfahrtbehörden sind rund 13.000 Gegenstände bekannt, darunter Schrottteile von Raketen und Satelliten, die im All schweben. Die US-Raumfahrtbehörde Nasa kann die größeren Teile per Radar orten, und je nach Flugbahn der Objekte wird die Lage der Raumstation verändert. Die ISS befindet sich auf einer Umlaufbahn in 350 Kilometern Höhe. (mit AFP)

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