Schule : Berlin hat die meisten Abiturienten

Stadtkinder machen häufiger das Abitur als Schüler vom Land. Mädchen erreichen außerdem häufiger einen höheren Schulabschluss als Jungen. Das geht aus einer Studie hervor, die das Institut der deutschen Wirtschaft in Köln am Mittwoch veröffentlicht hat.

Demnach wiesen die städtisch geprägten Bundesländer Hamburg und Berlin im Jahr 2006 die meisten Abiturienten aus.

Hingegen verließen in Baden-Württemberg, Bayern, dem Saarland und Schleswig-Holstein viele die Schule mit einem Hauptschulabschluss. In ostdeutschen Bundesländern machen die meisten Schüler einen Realschulabschluss.

Drei Viertel aller Schülerinnen haben 2006 die Mittlere Reife oder das Abitur geschafft, bei den Jungen waren es nur zwei Drittel. Von den insgesamt 970 000 Schülerinnen und Schülern, die 2006 eine allgemeinbildende Schule verließen, hatten mehr als 40 Prozent das Zeugnis der Mittleren Reife in der Tasche. Jeweils ein Viertel schloss die Schullaufbahn mit einem Hauptschulabschluss beziehungsweise mit der Hochschulreife ab. Jeder Zwölfte ging ohne Abschluss von der Schule.

Verändert hat sich laut dem Institut die Durchlässigkeit des Schulsystems: 2006 wurde jeder dritte Hauptschulabschluss nicht an einer Hauptschule und annähernd jede zweite Mittlere Reife nicht an einer Realschule erworben. Dazu trügen nicht zuletzt die Sekundar-, Mittel- oder Regelschulen in ostdeutschen Bundesländern bei. An diesen sind mehrere Abschlüsse möglich. dpa

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