Studium : Musiklehrer mit Zukunft

Ein „Mörderspaß“ sei das doch, findet Josien van Kampen: Musik zu machen, allein oder gemeinsam, an einem Instrument oder mit der Stimme – oder auch mit Fingern, die schnipsen, und Papierkörben, auf denen man trommeln kann. Warum wissen das nur so viele Leute nicht? „Ich höre oft, der Musikunterricht an ihrer Schule sei steif gewesen oder sie hätten Angst gehabt, dass sie vor der ganzen Klasse ein Lied singen müssen“, erzählt die Studentin des Lehramtsstudiengangs Musik an der Universität der Künste (UdK). „Ich möchte später im Unterricht an der Grundschule vor allem vermitteln, dass Musik Spaß macht.“

Um ihre Zukunft brauchen sich die künftigen Lehramtsstudenten wenig Sorgen zu machen: „Die Berufschancen sind gut, vor allem in Kombination mit Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft oder Technik“, sagt Ellen Arnold von der Studienberatung. Zwei Studiengänge für Schulmusik bietet die UdK: Ein Bachelor/Master führt zum Lehramt an Gymnasien, ein anderer bereitet darauf vor, an Grundschulen und Sekundarschulen zu unterrichten. Zur Auswahl stehen zwei Profile: „Klassik“ und „Rock, Pop, Jazz“.

Rund 130 Schüler bewerben sich jedes Jahr um die 30 Plätze. Bewerbungsfrist ist vom 15. März bis 15. April. Alle müssen sich danach bei der Aufnahmeprüfung im Juni beweisen: Eine Theorieklausur ist zu schreiben, die Bewerber müssen vorsingen oder ihr Hauptfach-Instrument vorspielen und eine „Gruppenleitungsprüfung“ ablegen. Schließlich sollen Musiklehrer nicht nur theoretisch und an ihrem Instrument fit sein, sondern mit ihrer ganzen Person für Musik begeistern können.

Josien van Kampen findet vor allem die Kurse in Gruppenleitung gut. Und sie zitiert ihren Professor Enno Granas, der den Studenten unter anderem Rhythmusstücke nahebringt: „Reden Sie nicht so viel vorher, klatschen Sie einfach los!“ D.N.

0 Kommentare

Neuester Kommentar