Ausstellung : Brandenburger klagt gegen Militärflüge auf ILA

Die internationale Luftfahrt- und Raumfahrtmesse öffnet am Dienstag in Berlin ihre Pforten. Doch darüber freut sich nicht jeder - ein Brandenburger klagt gegen die geplanten Militärflüge mit Düsenjägern auf niedriger Höhe. Grund: Viel zu gefährlich.

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Eurofighter Typhoon, Deutsche Luftwaffe -Foto: ILA 2008

Eichwalde/WürzburgEin Bewohner der Gemeinde Eichwalde in Brandenburg klagt gegen die Internationale Luft- und Raumfahrtausstellung (ILA) 2008. Er beantragte beim Verwaltungsgericht Cottbus, die am Flughafen Berlin-Schönefeld vorgesehenen Militärflüge mit Düsenjägern auf einer Flughöhe von 150 Meter zu untersagen, wie die Würzburger Rechtsanwaltskanzlei Baumann am Montag mitteilte.

Dieser Programmbestandteil sei so gefährlich, dass er nicht hätte zugelassen werden dürfen, hieß es zur Begründung der Klage. Die nach der Luftverkehrsordnung vorgeschriebene Mindestflughöhe von 450 Metern werde in der Genehmigung des Brandenburger Infrastrukturministeriums "ohne plausiblen Grund" reduziert.

Am Wochenende hatte bereits die Menschenrechtsorganisation Amnesty International kritisiert, dass die ILA "immer stärker zu einer Rüstungsmesse wird". Die Ausstellung wird am Dienstag (27. Mai) durch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) eröffnet. Für die Öffentlichkeit ist die Schau vom 30. Mai bis 1. Juni geöffnet. (imo/ddp)

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