• Luana Strauss

    Luana Strauss

    will Gutes tun.

    Unter Nachbarn

    Deshalb ist die 22-jährige Mitglied bei Foodsharing, einem Verein der nach eigenen Arbeiten bereits mehr als sieben Millionen Kilogramm Lebensmittel gerettet hat. Ganz so viel Obst und Gemüse hat die Studentin noch nicht gesammelt, aber Kleinvieh macht ja bekanntlich auch Mist. Von großen Supermarktketten und Bäckereien holt sie die Lebensmittel ab, teilt sie dann mit Freunden und Bekannten. Verwerten statt Wegwerfen, lautet die Devise. Dazu Veganismus und Kleidertauschpartys. Die Studentin lebt nachhaltig.

    In der Schweiz, wo Luana Strauss aufgewachsen ist, sei ein solcher Lebensstil nicht ganz so einfach umzusetzen, in Friedrichshain-Kreuzberg allerdings funktioniere das perfekt, sagt die Studentin. Der Kiez: Ein „Paradies“. „Für mich macht es Sinn so zu leben und ich finde es schön, wenn ich andere inspirieren und erreichen kann“, sagt die 22-Jährige. Zwar habe man als Einzelperson immer nur begrenzte Spielräume, aber eigentlich solle sich doch jeder seiner Verantwortung bewusst sein. Oder?

    Wollen Sie sich hier vorstellen, oder kennen Sie jemanden, der in dieser Rubrik vorkommen sollte? Schreiben Sie mir eine Mail an leute@tagesspiegel.de. Ich melde mich bei Ihnen.

von
bis
Bitte geben Sie hier den Suchbegriff ein!
Ann-Kathrin Hipp. von Ann-Kathrin Hipp tagesspiegel
Liebe Nachbarn aus Friedrichshain-Kreuzberg,

Der Kampf um die Kiezbäckerei „Filou“ geht weiter. Alle für Filou und alle gegen einen. Und der eine ist Hausbesitzer Charles Skinner. Der will den Vertrag der 20-jährigen Bäckerei an der Reichenberger Straße, Ecke Glogauer Straße nicht verlängern. Das sorgt im Kiez für Unmut und Proteste. 300 Unterstützer haben am Sonntag für den Verbleib der Bäckerei demonstriert und auch die Bezirksverordnetenversammlung Friedrichshain-Kreuzberg will sich für „Filou“ einsetzen.

Viele vermuten hinter der Kündigung ein Zeichen für die zunehmende Aufwertung des Kiezes. Der Eigentümer des Gebäudes, Charles Skinner sagt dazu: „Ich will nicht verdrängen, sondern lediglich einen richtigen Bäcker im Kiez.“ Die Backwaren seien qualitativ nicht gut, außerdem habe es immer wieder Konflikte mit dem jetzigen Betreiber Daniel Spülbeck gegeben. Spülbeck widerspricht diesen Darstellungen: „Das ist das erste was ich höre“, sagt er. Eine Geschichte, zwei Versionen, mehr dazu haben mir beide im Gespräch erzählt.

Ann-Kathrin Hipp ist Volontärin beim Tagesspiegel. Die gebürtige Rheinland-Pfälzerin lebt seit vier Jahren in Berlin. Bei Twitter ist sie auch zu finden. Anregungen, Kritik, Wünsche, und Tipps gerne via Mail an leute@tagesspiegel.de.

Ann-Kathrin Hipps Tipp für Sie

Ob Brillenbär-Spende durch die Stasi, Schlagzeilen wie „Westesel gegen Ostschwein“ oder der regelmäßige Schlagabtausch der beiden charakterstarken Direktoren – das Wettrüsten der beiden Berliner Zoos in Zeiten des kalten Krieges verrät vielleicht mehr über das Verhältnis zwischen Ost und West als so manche Regierungserklärung. Die Geschichte dazu erzählt Jan Mohnhaupt in seinem neuen Buch „Der Zoo der anderen“ und außerdem am 21. Februar im Tagesspiegel-Salon, moderiert von unserer Redakteurin Annette Kögel. Der Eintritt kostet 18 Euro. Dafür gibt’s Sekt, Snacks und Musik am Bechstein-Flügel vom Jazzpianisten Gregor Graciano.

#MeinKreuzberg