Lotto : Sechs Richtige für Berlin

Ein Steglitzer hat den Lotto-Jackpot geknackt und rund eine halbe Million Euro gewonnen. Er teilt sich den Gewinn mit einem Spieler aus NRW. Auch Berlin selbst kann sich über Ausschüttungen aus der Lotterie freuen.

Sebastian Scholz
Tausende hoffen jeden Woche auf den Jackpot. Ein Steglitzer hatte die sechs Richtigen.
Tausende hoffen jeden Woche auf den Jackpot. Ein Steglitzer hatte die sechs Richtigen.Foto: dpa

Geldregen in Berlin. Ein Lotto-Spieler aus Steglitz hat bei der Ziehung am Mittwoch den Jackpot geknackt und knapp 525 000 Euro gewonnen. Er teilt sich den Gewinn in dieser Klasse mit einem Spieler aus Nordrhein-Westfalen, der ebenfalls die richtigen Zahlen tippte. Insgesamt hatten damit in diesem Jahr schon fünf Berliner sechs Richtige im Lotto und bereits zum zweiten Mal geht das Geld nach Steglitz.

Doch auch über den glücklichen Einzelgewinner hinaus kann sich Berlin über Lottogelder freuen. Da das Geschäft mit dem Glücksspiel in der Hauptstadt gut läuft, schüttet die Lotto-Stiftung erneut mehr als 20,7 Millionen Euro an 35 soziale und kulturelle Einrichtungen aus. Bereits im ersten Halbjahr 2010 flossen rund 29,8 Millionen Euro aus dem Lotterie-Geschäft in 70 Projekte.

Der größte Anteil von fünf Millionen Euro ging an die Bildungsverwaltung. Das Geld soll in die Jugendarbeit fließen. Zudem gibt es 1,6 Millionen Euro für den Sport. Der Landessportbund und der Senat wollen damit unter anderem den Jugendsport fördern.

Viel Geld erhalten auch Kultureinrichtungen. So können sich die Uferstudios in Wedding erneut über eine Zuwendung von mehr als 3,4 Millionen Euro freuen. Auf dem früheren Gelände der BVG soll damit ein Zentrum für zeitgenössischen Tanz entstehen. Das Projekt hatte bereits in der ersten Lotto-Ausschüttung knapp eine Million Euro erhalten. Knapp 1,2 Millionen Euro gehen an die Stiftung der Berliner Philharmoniker. Außerdem soll der Mauerstreifen an der Bernauer Straße mit 450 000 Euro als Gedenkstätte erhalten werden.

Doch auch im Sozialbereich wird gefördert. Mit mehr als anderthalb Millionen Euro beteiligt sich die Stiftung am Neubau eines Wohnheims in Niederschönhausen. Dort sollen künftig Menschen mit psychischer Behinderung täglich betreut werden. Rollstuhlfahrer können außerdem bald wieder barrierefrei das Ramba-Zamba-Theater in der Kulturbrauerei besuchen, denn der defekte Fahrstuhl wird mit 53 000 Euro runderneuert. Der fehlende Aufzug bereitete sowohl Besuchern als auch Ensemblemitgliedern mit Gehbehinderung große Schwierigkeiten.

Ein Teil des Geldes fließt in Naturprojekte. So sollen für 656 000 Euro die Schaugärten der ehemaligen Königlichen Gärtnerlehranstalt wieder hergestellt werden. Mit 80 000 Euro wird der „Lange Tag der Stadt-Natur“ gefördert. Bei dieser Veranstaltung im Juni 2011 soll den Berlinern binnen 26 Stunden ihre „grüne Hauptstadt“ näher gebracht werden. Das Projekt von Anwohnerinitiativen und Naturschutzvereinen will dafür 160 Grünanlagen in der Stadt herrichten.

Ohne die regelmäßigen Ausschüttungen aus der Lotterie wäre es um die soziale und kulturelle Vielfalt in Berlin schlechter bestellt, sagte der Vorstand der Lotto Stiftung, Hans-Georg Wieck. Jedes Jahr gehen Einnahmen aus dem staatlichen Glücksspiel unter anderem in Projekte aus den Bereichen Umweltschutz, Kultur oder Sport.

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