Mercedes feiert in Berlin-Charlottenburg : Mit Tempo 340 über die Avus

AMG-Party am Salzufer: Rennsportfahrer erzählen Schnurren von alten Renntagen und auf der Tribüne wird über 700 PS geplaudert.

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Startpunkt Westend. Hier am Avus-Motel starteten einst die legendären Rennen.
Startpunkt Westend. Hier am Avus-Motel starteten einst die legendären Rennen.Foto: Doris Spiekermann-Klaas

„Gerade Strecken sind die Elfmeter des Rennsports“, sagte Deutschlands erfolgreichster Tourenwagenfahrer, Klaus Ludwig. Und fuhr dann doch eine Kurve mit ungewohnt langsamer Geschwindigkeit vor die Zuschauertribüne. In der Mercedes-Welt am Salzufer hatte der neue Direktor Hans-Bahne Hansen eigens eine Zuschauertribüne aufbauen lassen, um das authentische Autorenngefühl zu erzeugen.

Anlässlich der Eröffnung des nach eigenen Angaben weltweit größten AMG Centers, in dem sich künftig die Sportwagenmarke präsentiert, waren mit dem DTM-Rekordsieger Bernd Schneider und Ellen Lohr, der bislang einzigen Siegerin eines DTM-Laufes, zwei weitere Rennsport-Prominente gekommen, um noch vor der offiziellen Markteinführung neue Fahrzeuge vorzufahren.

Dass hier eine echte Schar von Enthusiasten zusammen gekommen war, merkte man deutlich. Zwar wurde der Champagner nicht umher gespritzt, sondern manierlich getrunken. Aber von der Sitznachbarin kam schon mal eine triumphierende Bemerkung. „Paah, 585 PS sind doch gar nichts – ich habe 700.“

Team M. Klaus Ludwig , Bernd Schneider, Ellen Lohr ( alle DTM Fahrer) und Hans-Bahne Hansen Direktor Mercedes-Benz Berlin ( 3. v.l. ).
Team M. Klaus Ludwig , Bernd Schneider, Ellen Lohr ( alle DTM Fahrer) und Hans-Bahne Hansen Direktor Mercedes-Benz Berlin ( 3....Foto: promo/Daimler

100.000 Euro für ein Auto - kein Problem

Erstaunliche Zahlen waren in der neuen Galerie tatsächlich zu lesen, nicht nur bei den PS, sondern auch bei den Preisen, die meist zwischen 100.000 und 200.000 Euro angesetzt sind. Für eine erfolgreiche Unternehmerin ist das kein Problem. Aber auch Ellen Lohr vermittelte erfolgreich den Eindruck, dass sich das Thema „Frau am Steuer“ erfreulich wegentwickelt von dem Stress mit der Parklücke.

Hans-Bahne Hansen, seit September 2015 Mercedes-Chef in Berlin.
Hans-Bahne Hansen, seit September 2015 Mercedes-Chef in Berlin.Foto: Mike Wolff

Bezugnehmend auf ein Zitat, nach dem Frauen das neue China sind und am liebsten SUV fahren, sagte sie: „Ich fahre keinen SUV.“ Klar, wenn man den Tacho gern mal über die 300er Marke jagt, braucht man eine andere Dröhnung fürs Adrenalin. Klaus Ludwig erzählte, wie er mal auf der Avus 340 Stundenkilometer gefahren ist, immer noch knapp 60 Stundenkilometer unter seinem Spitzenwert. Der für AMG zuständige Vorstand, Tobias Moers, erzählte, dass die Marke auf der Rennstrecke geboren wurde, aber am Salzufer künftig zum Leben kommen solle. Den vernünftigsten Satz des Abends sprach mit Klaus Ludwig einer der schnellsten Männer: „Wir brauchen ja alle unseren Führerschein, da muss man schön vorsichtig sein.“

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