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Autobahn zwischen Berlin und Potsdam : Gas-Unfall - Berliner Ring bis zum Abend gesperrt

Nach dem Unfall eines Tanklasters auf dem Berliner Ring dauern die Bergungsarbeiten länger als erwartet. Der Sperrkreis um die Unfallstelle wurde erweitert.

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Wieder staut es sich auf dem Berliner Ring - Grund ist ein LKW-Unfall.
Wieder staut es sich auf dem Berliner Ring - Grund ist ein LKW-Unfall.Foto: Patrick Pleul/dpa (Archiv)

Der westliche Berliner Ring ist weiterhin zwischen den Anschlussstellen Berlin- Spandau und Potsdam-Nord nicht befahrbar. Das teilte die Polizei am Mittwochnachmittag mit. Der Sperrkreis, der für die Bergung des verunfallten Tanklasters eingerichtet worden ist, wurde den Angaben zufolge auf 300 Meter erweitert. "Nach Einschätzung der Feuerwehr kann der Tankauflieger mit dem Gas nicht transportiert werden", teilte die Brandenburger Polizeidirektion West mit.

Die Abpumparbeiten haben laut Pressemitteilung "auf Grund technischer Schwierigkeiten noch nicht begonnen". Nach bisherigen Erkenntnissen sei der Auflieger mit speziellen Sicherheitsventilen versehen. "Im Fall einer Schräglage, oder wie aktuell bei diesem Verkehrsunfall, verriegeln die Ventile automatisch, so dass kein Stoff austreten kann." Somit sei auch ein Abpumpen nicht möglich.

Mit der vor Ort vorhandenen Bergetechnik wird nun alles daran gesetzt, den Lkw wieder in "Marschposition" zu bringen. Sobald diese Position erreicht sei, werde ein Signal an die Ventile übermittelt, so dass diese wieder entriegeln. Erst dann könne ein Umlagern des Kohlenwasserstoffes in das Ersatzfahrzeug erfolgen. "Nach vorsichtigen Schätzungen wird sich die Bergung bis in die Abendstunden hinziehen", teilte die Polizei mit.

Der Lastwagen war gegen 7 Uhr auf der A10 zwischen Berlin-Spandau und Potsdam-Nord ins Schleudern geraten, in die Mittelleitplanke gefahren und umgekippt. Verletzt wurde niemand. Allerdings führte der Tanklaster 30.000 Liter verflüssigten Kohlenwasserstoff. Der kann "explosionsartige Gemische" bilden, wie die Polizei mitteilte. Außerdem können giftige Dämpfe austreten. Offenbar ist der Tankauflieger aber unbeschädigt.

Die Polizei hat die Autobahn daher in beide Richtungen gesperrt. Die Autos werden umgeleitet, das hat einen Stau verursacht, der teilweise mehrere Kilometer lang war. Warum der 28 Jahre alte Berufskraftfahrer die Kontrolle über den Tanklaster verloren hatte, ist noch unklar.

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