Berlin-Friedrichshain und -Wedding : Zwei rassistische Übergriffe am Freitag

Eine Frau in Friedrichshain gab bei der Polizei an, getreten und geschlagen worden zu sein. In Wedding wurden zwei 18-Jährige offenbar beleidigt und bedroht.

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Foto: dpa/Patrick Pleul

Eine Frau aus der Dominikanischen Republik zeigte am Freitagabend in ihrer Wohnung in Neukölln an, dass sie am Nachmittag in Friedrichshain attackiert worden sei. Ihren Angaben zur Folge habe sie gegen 14 Uhr die Hausburgstraße überquert. Dabei habe ein Autofahrer aus dem Fahrzeug heraus sie zunächst rassistisch beleidigt, sei aber kurz danach ausgestiegen und habe sie geschlagen und getreten.

Dabei habe sich eine Frau eingemischt, die sie ebenfalls mit Schlägen und Tritten attackiert haben soll. Erst als eine weitere Frau dazwischen ging, hätten die beiden Angreifer von ihr abgelassen und unerkannt den Tatort verlassen. Sie selbst sei danach nach Hause gegangen. Den Polizisten, die ihre Anzeige aufnahmen, sagte die 38-Jährige, dass sie Schmerzen am ganzen Körper habe und sich selbst in ärztliche Behandlung begeben werde. Der Polizeiliche Staatschutz hat die weiteren Ermittlungen übernommen.

Später am Abend wurde die Polizei in Wedding zu einer rassistischen Beleidigung gerufen. Ein Türke und ein Deutscher mit offenbar türkischem Migrationshintergrund zeigten gegen 22.45 Uhr in der Barfusstraße Ecke Bristolstraße an, dass sie von einem ihnen Unbekannten zunächst von der gegenüberliegenden Straßenseite aus rassistisch beleidigt und im späteren Verlauf mit Schlägen bedroht worden seien. Der Mann soll erst von ihnen abgelassen haben, als die beiden 18-Jährigen erklärten, die Polizei zu rufen.

Den 33-jährigen Tatverdächtigen stellten die alarmierten Beamten noch am Tatort und nahmen ihn vorläufig fest. Da er offensichtlich betrunken war, wurde vor Ort eine Atemalkoholmessung durchgeführt, die einen Wert von über zwei Promille ergab.

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