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Berlin-Hakenfelde : Brand in Flüchtlingsunterkunft: Vier Verletzte

In einer Flüchtlingsunterkunft in der Mertensstraße hat es in der Nacht zu Donnerstag gebrannt. Die Polizei geht von fahrlässiger Brandstiftung aus.

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Die Feuerwehr war im Einsatz. (Symbolbild) Foto: dpa
Die Feuerwehr war im Einsatz. (Symbolbild)Foto: dpa

In einer zur Flüchtlingsunterkunft umfunktionierten Industriehalle in Hakenfelde hat es in der Nacht zu Donnerstag gebrannt. "Gegen 3.58 Uhr löste die Brandmeldeanlage aus", hieß es am Donnerstagmorgen bei der Feuerwehr. Die Halle in der Mertensstraße sei mit rund 800 Flüchtlingen belegt gewesen. Mitarbeiter des Heims brachten die Menschen in eine andere Halle in Sicherheit.

Laut Feuerwehr standen Einrichtungsgegenstände und sogenannte "Schamwände" auf einer Fläche von fünfzehn Quadratmetern in Flammen. "Es kam zu einer starken Rauchentwicklung, die Sprinkleranlage löste aus", sagte ein Feuerwehrsprecher. Insgesamt soll die Halle eine Fläche von 3000 Quadratmetern haben.

Um 5.15 Uhr war der Brand unter Kontrolle. Laut Senatssozialverwaltung wurden vier Menschen mit dem Verdacht auf Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus gebracht: Drei Flüchtlinge und ein Sicherheitsmitarbeiter. "Sie konnten das Krankenhaus schon wieder verlassen", sagte eine Sprecherin dem Tagesspiegel. Gegen 6.25 Uhr war der Feuerwehreinsatz beendet.

Frank Bewig (CDU), Stadtrat für Gesundheit und Soziales in Spandau, schickte am Donnerstagvormittag die Gesundheitsaufsicht in die Halle. Es sollte geprüft werden, ob sie noch bewohnbar sei, so Bewig. Am Donnerstagmittag gab der Stadtrat Entwarnung: "Es sieht so aus, als sei die Halle noch bewohnbar. Zwei Doppelstockbetten sind in Flammen aufgegangen, ein leichter Rauchgeruch hängt noch in der Luft."

Nach Angaben der Senatssozialverwaltung kehrten kehrten die Flüchtlinge noch am Donnerstag in ihr gewohntes Quartier zurück. Am Donnerstagnachmittag teilte die Polizei mit, dass man derzeit von fahrlässiger Brandstiftung ausgehe: "Es gibt keine Hinweise auf eine politisch motivierte Tat", sagte ein Sprecher.

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