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Berlin-Mitte : Chaos-Nachmittag am Alexanderplatz

Erst kletterte ein halbnackter Mann auf den Brunnen am Alexanderplatz. Zeitgleich wurde am S-Bahn-Ausgang ein herrenloses Gepäckstück gefunden. Später musste ein Kaufhaus nach Massenandrang bei einer Autogrammstunde geräumt werden.

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Der Vorfall ereignete sich am Alexanderplatz.
Der Vorfall ereignete sich am Alexanderplatz.Foto: Archiv/dpa

Manche Tage haben es in sich: Gleich drei Mal musste die Polizei am Freitagnachmittag am Alexanderplatz anrücken.

Zunächst sorgte ein ein halbnackter Mann am Brunnen der Völkerfreundschaft am Alexanderplatz für Aufsehen. Kurz nach 15 Uhr war der Mann am Freitagmittag mit nacktem Oberkörper auf den Brunnen geklettert und reagierte auch auf die Ansprache von Polizei und Rettungskräften nicht. Nach etwa einer halben Stunde verließ der Mann seinen Aussichtspunkt wieder freiwillig und wurde vorsorglich in ein Krankenhaus gebracht.

Der Bereich um den Brunnen wurde von der Polizei großräumig abgesperrt. Zahlreichen Beamte und Einsatzfahrzeuge von Polizei und Feuerwehr waren am Alexanderplatz vor Ort. Auch viele Schaulustige interessierten sich für die Szene.

Mann auf dem Brunnen der Völkerfreundschaft
Mann auf dem Brunnen der VölkerfreundschaftFoto: Alexander Fröhlich

Besitzerloses Gepäckstück in der Station Alexanderplatz

Etwa zur gleichen Zeit sperrte die Bundespolizei die Haupthalle der S- und U-Bahn Alexanderplatz, den Bahnverkehr, sowie die Gleise. Grund dafür war ein herrenloses Gepäckstück, das gegen 15.15 in der Haupthalle der Station gefunden wurde. Spezialkräfte untersuchten den Koffer und öffneten ihn schließlich. In dem Koffer befanden sich nur Kleidungsstücke. Alles Sperrungen wurden gegen 17.20 Uhr wieder aufgehoben, es kam aber noch länger zu Verzögerungen im Nahverkehr.

Tumulte bei Autogrammstunde im Alexa

Gegen 17 Uhr schließlich lief im Einkaufszentrum Alexa ein Fanauflauf für den Rapper Capital Bra im dortigen Media Markt aus dem Ruder. Laut dem Center-Management handelte es sich um "eine unangekündigte Versammlung (Flashmob)". Etwa 200 meist jugendliche Besucher hätten sich versammelt, um den Musiker zu sehen. Die Mehrheit habe sich weitgehend friedlich verhalten, doch sei es zu Störungen und vereinzelten Auseinandersetzungen gekommen. Die Versammlung sei von der Polizei aufgelöst worden, wie von dieser bestätigt wurde. Laut Center-Management kam es auch zu einzelnen Festnahmen. Es seien aber keine Personen verletzt worden.

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