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Berlin-Mitte und Tiergarten : Antisemitische Schmierereien entdeckt

Im Großen Tiergarten haben Unbekannte antisemitische Parolen auf einem Blumenkübel und den Sockel des Haydn-Mozart-Beethoven-Denkmals geschmiert. Nun ermittelt der Staatsschutz.

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Am Tag nach der großen Demonstration gegen Judenhass sind in den Bezirken Mitte und Tiergarten antisemitische Schmiereien gemeldet worden. So wurde die Polizei am Montagmorgen von einem Anrufer informiert, dass im Großen Tiergarten in der Nähe des Ahornsteigs ein Blumenkübel, ein Hinweisschild und der Sockel des Haydn-Mozart-Beethoven-Denkmals mit judenfeindliche Schmierereien verunstaltet wurden.
Wenig später entdeckten Passanten auch am jüdische Denkmal in der Levetzowstraße in Tiergarten antisemitische Parolen und alarmierten die Beamten. Wann die judenfeindlichen Sprüche in der Größe von jeweils ca. 65 mal 95 Zentimetern platziert wurden, war zunächst unklar. Die Parolen bedienten bekannte antijüdische Ressentiments und wiesen Bezug zum Gaza-Konflikt auf.
Ob die beiden Schmierereien auf das Konto der gleichen Täter gehen und ob ein Zusammenhang zur vorgestrigen Demonstration mit circa 5000 teils prominenten Teilnehmern besteht, müsse noch geklärt werden. Dazu schaltete die Polizei den Staatsschutz ein, der wegen Volksverhetzung ermittelt. Das Grünflächenamt wurde zwecks der Beseitigung der Schmierereien informiert.

Demo gegen Judenhass
Es ist kein Hilferuf, sondern eine drängende Aufforderung an jeden in Deutschland: „Steh Auf!“ Unter diesem Motto - in dicken roten Lettern - hat der Zentralrat der Juden angesichts zahlreicher antisemitischer Verbalattacken und Gewaltdelikten am Sonntag zu einer Kundgebung in Berlin aufgerufen.Weitere Bilder anzeigen
1 von 18Foto: dpa
14.09.2014 21:09Es ist kein Hilferuf, sondern eine drängende Aufforderung an jeden in Deutschland: „Steh Auf!“ Unter diesem Motto - in dicken...

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