Berlin-Spandau : Betrunkener Autofahrer bedrohte Polizei mit Axt

"Ein Autofahrer hat Sonnabend früh in Haselhorst gezeigt, dass ihn Gesetze offenbar nicht interessieren" - so begann am Sonnabend eine Meldung aus dem Polizeipräsidium.

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Es folgte dieser Bericht: Gegen 3.20 Uhr bemerkte eine Zivilstreife in der Gartenfelder Straße während einer Blaulichtfahrt zu einem anderen Einsatz einen VW, der ohne Licht aber mit eingeschalteter Warnblinkanlage und sehr schnell unterwegs war. Die Fahnder entschlossen sich daraufhin, den Wagen zu kontrollieren. Der VW-Fahrer bog von der Gartenfelder Straße links in die Daumstraße und dann rechts in die Straße Am Juliusturm ab. Aufgrund der rasanten Fahrweise brach das Heck aus. Im Anschluss gab der Fahrer Gas und raste in Richtung Falkenseer Platz davon. Am U-Bahnhof Zitadelle fuhr der Fahrer in den Drive-In-Bereich eines Schnellrestaurants. Dort hielten die Ermittler das Auto an und forderten den Fahrer auf, aus dem Wagen auszusteigen. Als der Mann ausstieg, nahmen die Beamten bereits deutlichen Alkoholgeruch wahr. Auf die Aufforderung den Ausweis und den Führerschein auszuhändigen, welche sich im Pkw befinden sollten, beugte sich der Fahrer in das Fahrzeuginnere und ergriff eine in der Mittelkonsole deponierte Axt. Die Beamten zogen daraufhin ihre Schusswaffen und forderten den Mann auf, die Axt fallen zu lassen. Der Aufforderung kam er nach und ließ die Axt auf den Boden fallen. Bei der anschließenden Festnahme spuckte und trat er um sich, so dass die Ermittler ihm Reizstoff ins Gesicht sprühten. In der Gefangenensammelstelle ergab eine Atemalkoholkontrolle knapp 1 Promille. Im Anschluss wurde dem 27-Jährigen auf Anordnung einer Richterin Blut abgenommen. Der Führerschein wurde beschlagnahmt und der Deutsche durfte seinen Weg zu Fuß fortsetzen. Ermittlungen zum VW hatten ergeben, dass dieser aufgrund einer fehlenden Haftpflichtversicherung zur Fahndung ausgeschrieben war, woraufhin die Kennzeichen entstempelt wurden. Die Ermittlungen dauern an.

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