Entführung : Tatverdächtiger im Entführungsfall Freinkman ausgeliefert

Im Fall Vadim Freinkman ist ein weiterer Tatverdächtiger an Deutschland ausgeliefert worden. Er gilt als einer der Drahtzieher des Verbrechens, bei dem der 20-jährige Freinkman 2006 in Neukölln verschleppt worden war.

Berlin Der Mann sei am Montag auf Betreiben der Generalstaatsanwaltschaft Berlin aus Russland auf dem Flughafen Schönefeld eingetroffen, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Michael Grunwald. Der 40-jährige Ihar M. gilt nach Angaben der Staatsanwaltschaft als einer der Drahtzieher des Verbrechens, bei dem am 18. August 2006 der 20-jährige Vadim Freinkman nach einem Kino-Besuch in Neukölln verschleppt worden war. Der Entführte kam erst zwölf Tage später wieder frei, nachdem seine Mutter eine sechsstellige Geldsumme gezahlt hatte.

Ihar M. soll sich nach der Tat ins Ausland abgesetzt haben. Er war zunächst nur unter der polnischen Alias-Personalie Mariusz K. bekannt. Nach Angaben Grunwalds wurde er am 20. Januar 2007 in Moskau geschnappt. Er werde sich nunmehr - wie seine bislang festgenommenen drei mutmaßlichen Komplizen - vor einem Berliner Strafgericht verantworten müssen. Ein 41-jähriger Mittäter wurde bereits zu drei Jahren und drei Monaten Haft verurteilt. Ein 25- und ein 36-jähriger Komplize, der im Juni aus Spanien nach Berlin überführt worden war, stehen derzeit noch vor Gericht. (mit ddp)

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