Ermittlungen gegen Polizisten : Beamter lästerte über Flüchtlinge

Der Polizist chattete mit Kollegen - und lästerte dabei über "WhatsApp" über Flüchtlinge. Nun wird gegen ihn ermittelt.

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Foto: dpa/Patrick Pleul

Eine Nachricht auf dem Kommunikationskanal WhatsApp hat zu einem Ermittlungsverfahren gegen einen Berliner Beamten geführt. Dies teilte das Polizeipräsidium am Donnerstag mit. Der Polizist, der sich bei einem Lehrgang in der Polizeiunterkunft in der Radelandstraße in Spandau befand, hatte sich in einem Gruppenchat der Lehrgangsteilnehmer zu der angedachten Belegung der Polizei-Sporthalle mit Flüchtlingen in einer Weise geäußert, die "strafrechtlich relevant sein könnte". Nachdem der Beamte von den Chat-Teilnehmern zur Rede gestellt worden war, offenbarte er sich am Mittwoch gegenüber dem Lehrgangsleiter und erklärte seine Ausdrucksweise als "sarkastisch". Der Polizeibeamte musste die Teilnahme an dem Lehrgang beenden. Das Verhalten werde jetzt strafrechtlich und im Anschluss beamtenrechtlich geprüft, hieß es weiter.

Dem Vernehmen gibt es Überlegungen, die Sporthalle in der Radelandstraße als Flüchtlingsunterkunft zu nutzen. Allerdings würde dies Probleme bereiten, da es auf dem Gelände noch vier von zehn Munitionsbunkern genutzt werden und es zudem eine Waffenkammer gibt. Innerhalb der Polizei wird deshalb die Sicherheit als gefährdet angesehen.

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